Analyse
Helaba rechnet nicht mit starkem Einbruch am Arbeitsmarkt

Die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) rechnet im Zuge der Wirtschaftskrise nicht mit dem allgemein befürchteten starken Einbruch auf dem deutschen Arbeitsmarkt.

dpa-afx FRANKFURT. Die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) rechnet im Zuge der Wirtschaftskrise nicht mit dem allgemein befürchteten starken Einbruch auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise werde sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt Anfang 2010 zwar verschärfen, schrieb Volkswirtin Marion Dezenter in einer am Montag veröffentlichten Analyse. Die allgemein befürchtete "Katastrophe wird aber wohl ausbleiben".

Wegen der strukturellen Effekte wie Demographie und Fachkräftemangel seien die Chancen zudem gut, dass es "bereits im Verlauf von 2010 wieder zu einer Besserung am deutschen Arbeitsmarkt kommt", hieß es weiter in der Analyse. Das entschlossene Handeln der Bundesregierung bei der Kurzarbeit habe vielen Betrieben geholfen, die Krise zu überbrücken. Entscheidend sei, dass das Instrument der Kurzarbeit so intensiv genutzt werde wie seit fast 20 Jahren nicht mehr.

Zudem hätten einige Faktoren dafür gesorgt, dass sich der deutsche Arbeitsmarkt im Vergleich zu den Nachbarländern deutlich günstiger entwickelt als die Krise befürchten lässt. Die Beschäftigungssicherung des Stammpersonals hat laut der Helaba-Expertin in deutschen Unternehmen einen hohen Stellenwert. Dies drücke sich darin aus, dass die Unternehmen zunächst Überstunden und Zeitguthaben abgebaut sowie befristete Verträge von Zeitarbeitern aufgelöst hätten.

Nach Einschätzung der Expertin Dezenter ist für die weitere Entwicklung am Arbeitsmarkt aber entscheidend, dass der einsetzende Aufschwung sich als nachhaltig erweist. Zahlreiche Unternehmen würden sich bereits an der Grenze dessen befinden, was sie durch überbrückende Maßnahmen leisten können.

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