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Analyse Henderson: Dax überraschte bisher mit Rally - Privatanleger schauen zu

Der deutsche Aktienindex Dax hat sich in diesem Jahr bislang deutlich besser entwickelt als dies allgemein vermutet wurde.

dpa-afx FRANKFURT. Der deutsche Aktienindex Dax hat sich in diesem Jahr bislang deutlich besser entwickelt als dies allgemein vermutet wurde. Doch während im Jahresverlauf damit auch die Zahl der institutionellen Anleger zunahmen, die in den steigenden Markt investierten, blieben die Privatanleger laut dem Kapitalmarktstrategen Uwe Diehl von Henderson Global Investors weiterhin dem Markt fern. "Das lässt befürchten, dass die privaten Anleger erst wieder auf den Zug aufspringen wollen, wenn es zu spät ist", sagte er am Dienstag in Frankfurt. Diese sehr skeptische und zögerliche Haltung sei besonders in Deutschland stark ausgeprägt.

Erst sei es eine starke Verunsicherung, die Kleinanleger vom Investieren abhalte, dann eine abwartende Haltung und erst, wenn der Markt den Spurt quasi hinter sich habe, werde das Gespräch mit einem Anlageexperten bei der Hausbank gesucht. "Dabei sind die erfolgreichsten Anleger in der Regel die, die in Zeiten der Unsicherheit kaufen", sagte Diehl.

So sei beispielsweise im Hinblick auf die anstehende Bundestagswahl der beste Zeitpunkt zum Aktienkauf der gewesen, als Bundeskanzler Gerhard Schröder gesagt habe, er wolle Neuwahlen. Wer diesen Zeitpunkt verpasst habe, könne aber auch jetzt noch einsteigen - und zwar "besser vor der Wahl als nachher". Denn selbst, wenn die SPD die Wahl gewänne, sieht er nur einen kurzfristigen Kursrückschlag im Dax. Auf Sicht bis Ende des Jahres erwartet er einen Anstieg bis auf 5 300 oder 5 400 Punkte.

Insgesamt gesehen, werde es inzwischen allerdings wieder schwieriger, die bestmögliche Entwicklung am Aktienmarkt nachzuzeichnen und sie beispielsweise mit Hilfe von Anlageprodukten wie Fonds zu übertreffen. Viele Aktien seien inzwischen nicht mehr billig, aber auch noch nicht teuer, sagte dazu die Henderson-Fondsmanagerin Samantha Monk. "Sie sind aber immer noch unbestritten die einzige Quelle für höhere Erträge", ergänzte Kapitalmarktexperte Diehl. Weder der Renten- noch der Geldmarkt könne derzeit mit der Performance von Aktienanlagen mithalten.

So hatte Monk im September 2004 angefangen, auf dividendenstarke Titel zu setzen. Momentan sei der Henderson Equity Dividend Fund daher besonders in Deutschland engagiert. "Auf dem deutschen Markt gibt es etliche Unternehmen mit attraktiven Dividendenrenditen wie Deutsche Telekom , Deutsche Post , Daimler-Chrysler oder Deutsche Bank ", sagte sie. Dieses Wachstumspotenzial werde vom Markt noch nicht ausreichend bewertet.

Doch nicht nur Dividenden-Titel an sich, sondern vor allem auf das Dividenden-Wachstum schaut Monk. Unter anderem sei dieses Wachstum die Quelle, warum der von ihr aufgelegte Fonds seit seinem Start den Vergleichsindex Msci Europa geschlagen habe. Während der Index um 24,6 Prozent stieg, habe der European Equity Dividend Fund um 30,1 Prozent zugelegt, führte sie aus.

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