Analyse
HVB: Aktien profitieren von Staatsfonds

dpa-afx FRANKFURT. Der deutsche Aktienmarkt wird nach Ansicht der Hypovereinsbank (HVB) von Investitionen ausländischer Staatsfonds profitieren. Etwaige Beschränkungen für Staatsfonds, die sich an den Bestimmungen des Außenwirtschaftsgesetzes orientierten, würden nicht als deutliche Einschränkung erscheinen, sagte HVB-Aktienstratege Tammo Greetfeld der "Börsen-Zeitung" (Donnerstagausgabe). Bei der gegenwärtigen Diskussion um Staatsfonds seien die Telekom-Branche, die Post, Logistik und Energie als so genannte "schutzwürdige Sektoren" im Gespräch. Ein Konsens hierzu bestehe derzeit wohl aber noch nicht.

Wenn die Schutzmaßnahmen die Unternehmen in ihren Möglichkeiten beschränke, sich verändernden Wettbewerbsbedingungen anzupassen, sei dies aus der Sicht der Börse jedoch negativ zu werten. Als mögliche Anpassungen nannte Greetfeld Fusionen, die Aufnahme von Eigenkapital durch die Hereinnahme neuer Investoren, den Verkauf von Sparten oder das Ausgliedern oder Einbringen von Unternehmensteilen in Joint Ventures. Darüber hinaus sei eine Einigung auf europäischer Ebene vorteilhaft.

Hinsichtlich der Bedrohung durch eine politisch motivierte Einflussnahme der Fonds solle man grundsätzlich niemandem von vorneherein schlechte Absichten unterstellen. Auf der anderen Seite wiesen Befürworter einer Gesetzesänderung auf die Risiken hin, dass ein Staatsfonds nicht nur Rendite und Risiko einer Kapitalanlage im Blick haben könne, sondern auch andere Ziele wie einen Technologietransfer oder eine politische Einflussnahme.

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