Analyse
IBM als Flop, Google bleibt Top

Innovative Internetdienstleistungen gegen alte Technologie – Hedgefonds-Profi Stan Druckenmiller urteilt hart über die Strategien von Unternehmen. Seine Analyse trennt scharf zwischen statischen und agilen Firmen.
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Stan Druckenmiller, einer der erfolgreichsten Hedgefonds-Manager der vergangenen Jahrzehnte, wettet gegen die Aktien von International Business Machines Corp. (IBM) und setzt auf die Titel jüngerer Technologiefirmen wie Amazon.com Inc. „IBM ist alte Technologie, die von Cloud-Technologie ersetzt wird”, sagte der 60-Jährige in einem Interview auf der Robin Hood Investors Conference in New York. „Es ist einer der Shorts mit hoher Wahrscheinlichkeit in den vergangenen Jahren.”

Druckenmiller wettet stattdessen auf Amazon. Den Unternehmens-Chef Jeff Bezos lobte er. Die Amazon-Sparte für Internetdienstleistungen, die starken Daten-Nutzern aus dem Unternehmensbereich für wenig Geld Angebote unterbreite, sei ein Überflieger. In Bezos sieht er einen „Serien-Monopolisten”.

Zu den Lieblingen von Druckenmiller zählt auch Google. Der Betreiber der gleichnamigen Internetsuchmaschine „ist das innovativste Unternehmen der Welt”. Jene Anleger, die auf Innovationen setzen wollen, sollen ihm zufolge Aktien von Google kaufen. Jenen, die gegen Innovation seien, riet er zu den Titeln von IBM.

Zwischen 1986 und 2010 erzielte Druckenmiller im Schnitt eine jährliche Rendite von 30 Prozent. Seinen Hedgefonds schloss er vor drei Jahren. Jetzt verwaltet er nur noch sein privates Vermögen über Duquesne Family Office.

Ganz anderer Meinung beim Thema IBM ist mit Warren Buffett eine andere Investmentlegende. Er hatte langfristig orientierten Anlegern die Titel des Unternehmens ans Herz gelegt. Rückgänge beim Kurs sollten für Zukäufe genutzt werden. Druckenmiller sagte, er habe zwar großen Respekt für Buffett, doch: „Ich glaube nicht, dass Technologie ein Feld ist, auf dem er sich auskennt.”

Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur

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