Analyse
JP Morgan stuft Deutsche Bank weiter mit 'Underweight' ein

Die US-Bank JP Morgan stuft die Deutsche Bank-Aktie trotz eindrucksvoller Präsentationen beim Investorentag weiter mit "Underweight" ein. Das Kursziel bleibe vorerst bei 93 Euro, hieß es in einer am Freitag in London veröffentlichten Analyse.

dpa-afx LONDON. Die US-Bank JP Morgan stuft die Deutsche Bank-Aktie trotz eindrucksvoller Präsentationen beim Investorentag weiter mit "Underweight" ein. Das Kursziel bleibe vorerst bei 93 Euro, hieß es in einer am Freitag in London veröffentlichten Analyse. JP Morgan-Experte Kian Abouhossein kündigte jedoch gleichzeitig an, die Gewinnprognosen für die Deutsche Bank sowie das Kursziel zu überdenken. Dennoch bevorzugt der Analyst ein Investment in die Credit Suisse Group , da die Gewinnentwicklung der Schweizer Bank wegen des bestehenden Restrukturierungspotenzial nicht so stark vom Ertragswachstum abhänge wie das der Deutschen Bank.

Die von der Deutschen Bank beim Investorentag abgelieferten "Vision 2008" impliziere einen Gewinn je Aktie von 10,56 Euro im Jahr 2008. JP Morgan geht bislang noch von einem Gewinn je Aktie in Höhe von 8,50 Euro aus. Damit die Deutsche Bank die am Donnerstag gesetzten Ziele für 2008 erreichen kann, müssen nach Einschätzung JP Morgans die Kapitalmärkte weiter freundlich bleiben und das Kreditumfeld weiter so solide wie derzeit. Nur so könne das Wachstum generiert werden, dass für die Gewinnprognose erforderlich sei.

Die Deutsche Bank hatte am Donnerstag für 2008 einen Vorsteuergewinn in Höhe von 8,4 Mrd. Euro in Aussicht gestellt. Damit liege die Deutsche Bank-Prognose rund ein Viertel über der bisherigen JP Morgan-Erwartung sowie rund neun Prozent über der Markterwartung, hieß es in der Studie. Die Experten der US-Bank lobten ausdrücklich die Präsentation von Deutsche Bank-Chef Josef Ackermann und den führenden Investmentbankern der Bank, Anshu Jain und Michael Cohrs.

Gemäß der Einstufung "Underweight" geht JP Morgan davon aus, dass sich die Aktie in den kommenden sechs bis zwölf Monaten schlechter als der vom Analystenteam beobachtete Sektor entwickeln wird.

Analysierendes Institut JP Morgan.

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