Analyse
Jpmorgan erwartet positives Abschneiden der Autoindustrie in Q3

Jpmorgan erwartet, dass die europäische Autoindustrie im dritten Quartal positiv abschneidet. Auch für das Gesamtjahr 2009 seien die Konsensschätzungen um zehn bis 20 Prozent zu niedrig, schreib Analyst Ranjit Unnithan in einer Branchenstudie vom Freitag.

dpa-afx LONDON. Jpmorgan erwartet, dass die europäische Autoindustrie im dritten Quartal positiv abschneidet. Auch für das Gesamtjahr 2009 seien die Konsensschätzungen um zehn bis 20 Prozent zu niedrig, schreib Analyst Ranjit Unnithan in einer Branchenstudie vom Freitag. Allerdings sei diese erwartete Entwicklung seit den jüngsten Kursgewinnen im Sektor größtenteils eingepreist. In vielen Ländern dürften auf kurze Sicht insbesondere der Absatz der Massenhersteller nach Auslauf vieler Abwrackprämien schwächeln. Daher bevorzugt der Experte Luxushersteller wie Daimler ("Top Pick"). Die Einschätzung beließ er auf "Overweight" mit einem Kursziel von 40 (Kurs: 36,17) Euro.

Unnithan hob seine Schätzungen für 2010 nun auf ein Niveau mit den Markterwartungen für Umsatz und operativen Gewinn. Es könne allerdings sein, dass der Konsens mit einer derzeit angenommenen moderaten Erholung der europäischen Nachfrage zu niedrig liege und sich die makroökonomischen Rahmenbedingungen stärker verbessern. Andererseits könnten sich das aktuell antizipierte Volumenwachstum in China und Brasilien nach dem Wegfall staatlicher Konjunkturpakete als schwieriger erweisen als gedacht. Zudem seien Preisrisiken möglicherweise nicht ausreichend berücksichtigt.

In Europa beinhalte Fiat das größte Abwärtsrisiko - es sei noch zu früh um einen möglichen Wert von Chrysler zu berücksichtigen. Dennoch hob der Analyst sein Kursziel für die Aktie des italienischen Autobauers von 5,00 auf 7,00 Euro, blieb aber "Neutral". Die gleiche Einstufung gilt für die übrigen Konkurrenten wie BMW , Volkswagen , Renault und PSA Peugeot Citroen , auch hier wurden die Kursziele nach oben angepasst.

Gemäß der Einstufung "Overweight" geht Jpmorgan davon aus, dass sich die Aktie in den kommenden sechs bis zwölf Monaten besser als der vom Analystenteam beobachtete Sektor entwickeln wird. Gemäß der Einstufung "Neutral" gehen die Analysten von einer gleichläufigen Entwicklung aus.

Analysierendes Institut Jpmorgan

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