Analyse
Jpmorgan senkt Postbank von „Neutral“ auf „Underweight“

Jpmorgan hat die Papiere der Postbank von "Neutral" auf "Underweight" abgestuft und das Kursziel von 16,50 auf 6,00 Euro reduziert (aktueller Kurs: 9,80 Euro).

dpa-afx LONDON. Jpmorgan hat die Papiere der Postbank von "Neutral" auf "Underweight" abgestuft und das Kursziel von 16,50 auf 6,00 Euro reduziert (aktueller Kurs: 9,80 Euro). Die Neuregelungen des Anteilsverkaufs der Postbank zwischen der Deutschen Post und der Deutschen Bank seien negativ für Postbank-Aktionäre, schrieb Analystin Francesca Tondi in einer Studie vom Donnerstag. So biete das Geschäft keine echte Wertsteigerung und berge ein signifikantes Abwärtsrisiko für den Unternehmenswert der Bank an sich (stand-alone).

Zudem falle der erste Anteilskauf geringer aus als erwartet. Als zweiter negativer Punkt wurde auch der Zeitrahmen für die zweite Tranche verlängert. Auch könne eine weitere Kapitalerhöhung der Postbank nicht ausgeschlossen werden, schrieb die Analystin. Zudem sei die Postbank auf Basis des Nettovermögenswertes 2009 im Verhältnis zum Kurs eine der teuersten Banken in Europa und weise gleichzeitig die niedrigste Kernkapitalquote auf.

Auch wenn das Management der Postbank adäquate Maßnahmen ergreife, um das Risiko der Bilanz zu senken, dürften dadurch Kosten in Höhe von etwa 600 Mill. Euro entstehen. Es könnten zudem weitere kostspielige Entscheidungen nötig werden und es bestehe das Risiko, dass Kapital schneller vernichtet werde, als es wieder aufgefrischt werden kann. Als Beispiel führte Tondi an, dass der Nutzen der durch die Kapitalerhöhung im vierten Quartal um 130 Basispunkte erhöhten Kernkapitalquote großteils durch den Verlust im Schlussquartal und den Anstieg der Risikoaktiva wieder aufgezehrt wurde.

Gemäß der Einstufung "Underweight" geht Jpmorgan davon aus, dass sich die Aktie in den kommenden sechs bis zwölf Monaten schlechter als der vom Analystenteam beobachtete Sektor entwickeln wird.

Analysierendes Institut Jpmorgan.

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