Analyse
Keine Anzeichen für Zweitrundeneffekte

Die hohen Energiepreise in Deutschland haben nach Einschätzung der WestLB bislang kaum auf andere Preise durchgeschlagen. "Ich sehe keine Anzeichen für Zweitrundeneffekte", sagte Chefvolkswirt Ulrich Hombrecher am Donnerstag in Düsseldorf.

dpa-afx DÜSSELDORF. Die hohen Energiepreise in Deutschland haben nach Einschätzung der WestLB bislang kaum auf andere Preise durchgeschlagen. "Ich sehe keine Anzeichen für Zweitrundeneffekte", sagte Chefvolkswirt Ulrich Hombrecher am Donnerstag in Düsseldorf. Die vorliegenden Inflationsdaten aus fünf Bundesländern für November deuteten darauf hin, dass die Preise um 0,5 Prozent zum Oktober gesunken seien. Neben dem für die Jahreszeit üblichen saisonbedingten Rückgang etwa bei den Kosten für Pauschalreisen seien vor allem die niedrigeren Heizöl- und Benzinkosten dafür verantwortlich.

Die Europäische Zentralbank (EZB) wird der WestLB zufolge trotz der niedrigen Kerninflation am 1. Dezember zum ersten Mal seit fünf Jahren die Leitzinsen erhöhen. "Die EZB hat den Mund gespitzt, jetzt muss sie auch mal pfeifen", sagte Hombrecher in Anspielung auf EZB-Präsident Jean-Claude Trichet, der in den vergangenen Tagen mehrfach eine Zinserhöhung angekündigt hat.

Die Inflationsrate sieht Hombrecher im November bei 2,2 bis 2,3 Prozent. "Erst im Frühjahr wird sie wieder unter die Marke von zwei Prozent fallen", sagte der Experte. Zu Jahresbeginn sei noch mit Preiserhöhungen etwa für Gas und Strom sowie im Öffentlichen Personennahverkehr zu rechnen.

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