Analyse
Kreditknappheit in Frankreich unausweichlich

Die Euro-Staaten werden nach Einschätzung von Experten trotz der Maßnahmen zur Stabilisierung der Banken nicht um eine Kreditverknappung und eine Rezession herumkommen.

dpa-afx PARIS. Die Euro-Staaten werden nach Einschätzung von Experten trotz der Maßnahmen zur Stabilisierung der Banken nicht um eine Kreditverknappung und eine Rezession herumkommen. "Wir gehen harten Zeiten entgegen", sagte der Volkswirt Dominique Barbet von der französischen Großbank BNP Paribas am Montag der dpa in Paris. "Die Maßnahmen der Euro-Zone sehen gut aus. Das Problem ist, dass es egal ist, welche Maßnahmen man ergreift: Man kann keinen Credit Crunch (Kreditklemme) vermeiden. Ohne den Plan bekämen wir eine Depression. In diesem Sinne ist eine Rezession eine Art bester Fall."

Wenn das Hilfspaket nicht wirken würde, dann würden die Staaten nachlegen, damit nicht die ganze Wirtschaft zusammenbricht, meint Barbet. "Das ist eine Frage der Menge. Sie werden mehr Geld ausgeben, wenn es nötig ist." Wie teuer das am Ende komme, sei aber unklar. "In Großbritannien haben sie sich billig in die Banken eingekauft, so dass die Regierung am Ende in zwei oder drei Jahren damit Geld machen könnte. Es könnte die Steuerzahler keinen Cent kosten." /hn/DP/js

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