Analyse
Lehman senkt Schering-Ziel auf 77 (86) Euro

Die Analysten von Lehman Brothers haben das Kursziel für Schering von 86 auf 77 Euro gesenkt, die Einstufung "Overweight" aber bestätigt. Merck könnte bis zu 95 Euro je Schering-Aktie zahlen, heißt es in einer Studie vom Freitag.

dpa-afx LONDON. Die Analysten von Lehman Brothers haben das Kursziel für Schering von 86 auf 77 Euro gesenkt, die Einstufung "Overweight" aber bestätigt. Merck könnte bis zu 95 Euro je Schering-Aktie zahlen, heißt es in einer Studie vom Freitag. Damit würde das Darmstädter Familienunternehmen das Bayer-Angebot von 86 Euro übertrumpfen, mit dem die Leverkusener Mercks erste Offerte von 77 Euro gekontert hatten.

Ein Preis von 77 Euro je Aktie würde Schering mit insgesamt 14,6 Mrd. Euro bewerten. 86 Euro entsprechen einem Übernahmepreis von 16,3 Mill. Euro, und bei 95 Euro je Aktie steigt die Bewertung auf 18 Mrd. Euro.

Merck würde bei einer Übernahme von Schering 500 Mill. Euro einsparen und damit 200 Mill. Euro weniger als Bayer, da die Leverkusener im Pharmabereich stärker vertreten seien. Allerdings habe der Darmstädter Familienkonzern ein größeres strategisches Interesse an seinem Berliner Wettbewerber, schreiben die Analysten. Bei einem Misserfolg im Bieterkampf müsste Merck in den USA erst einmal eine Infrastruktur für den Vertrieb des Parkinson-Medikaments "Sarizotan" und des Antikörperpräparats "Emd72000" aufbauen.

Bei Bayer würde eine Übernahme von Schering dagegen die notwendige Restrukturierung ihrer europäischen Pharmaaktivitäten voran bringen, heißt es weiter. Die Analysten gehen nicht davon aus, dass aus dem Ausland Angebote für Schering eingehen werden. Eine deutsch-deutsche Lösung erscheine am vernünftigsten.

Gemäß der Einstufung "Overweight" gehen die Analysten von Lehman Brothers davon aus, dass sich die Aktie in den kommenden zwölf Monaten besser entwickeln wird als die übrigen Titel der Branche./gl/

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