Analyse
Merck Finck bestätigt Deutsche Börse mit 'Sell'

Merck Finck & Co hat die Aktie der Deutschen Börse nach Details zu einer neue Management-Struktur mit "Sell" bestätigt. Dennoch sieht Analyst Konrad Becker laut einer Studie vom Dienstag den Schritt des Marktbetreibers in Richtung einer rechtlichen Holding als "sehr wichtigen Schritt" an.

dpa-afx MÜNCHEN. Merck Finck & Co hat die Aktie der Deutschen Börse nach Details zu einer neue Management-Struktur mit "Sell" bestätigt. Dennoch sieht Analyst Konrad Becker laut einer Studie vom Dienstag den Schritt des Marktbetreibers in Richtung einer rechtlichen Holding als "sehr wichtigen Schritt" an. Solch eine Struktur biete zwei wichtige Optionen: Es werde damit deutlich leichter, die Aktivitäten des Abwicklungshauses Clearstream rechtlich auszugliedern und Kapital zur Ausschüttung an die Aktionäre freizusetzen. Eine zweite, langfristige Option sei die Aufspaltung der Konzernstruktur durch den Verkauf eines Segments.

"Einer der Gründe, warum die Deutsche Börse mit ihren Plänen gescheitert ist, die London Stock Exchange (LSE) oder die Euronext zu kaufen, ist ihre Silostruktur gewesen", so Becker. Wenn die Deutsche Börse zur Holding werde, dürfte es einfacher sein, diese Silo-Struktur aufzubrechen.

Gemäß der Einstufung "Sell" erwartet Merck Finck & Co, dass die Aktie in den kommenden sechs Monaten um mindestens fünf Prozent nachgibt.

Analysierendes Institut Merck Finck & Co.

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