Analyse
Merck Finck bestätigt Siemens nach Quartalszahlen mit "Buy"

Merck Finck hat die Aktie des Industrie- und Technikunternehmens Siemens nach Quartalszahlen mit "Buy" bestätigt. Der Siemens-Gewinn sei im zweiten Geschäftsjahresviertel (Januar bis März) wie von Merck Finck erwartet ausgefallen, schrieb Analyst Theo Kitz am Freitag.

dpa-afx FRANKFURT. Merck Finck hat die Aktie des Industrie- und Technikunternehmens Siemens nach Quartalszahlen mit "Buy" bestätigt. Der Siemens-Gewinn sei im zweiten Geschäftsjahresviertel (Januar bis März) wie von Merck Finck erwartet ausgefallen, schrieb Analyst Theo Kitz am Freitag. Daher lasse er seine Schätzungen für das Gesamtjahr 2005/06 unverändert.

"Angesichts der Tatsache, dass mehrere Akquisitionen im Schlussquartal des vorigen Geschäftsjahres konsolidiert worden sind, sollte es nicht überraschen, dass der starke, unbereinigte Anstieg bei Umsatz und Auftragseingang in den ersten sechs Monaten 2005/06 sich nun in der zweiten Fiskaljahreshälfte abschwächt", schrieb Kitz. Denn die Vergleichswerte des Vorjahres seien von den Übernahmen beflügelt gewesen. "Wir sehen keinen Grund zu der Annahme, dass das organische Wachstum abebbt."

Im jüngst abgelaufenen ersten Geschäftshalbjahr (Oktober bis März) hätten sechs der elf Siemens-Bereiche ihre Margen-Zielspannen erreicht oder übertroffen, schrieb der Merck-Finck-Analyst. Dies seien der Automatisierungsbereich A & D (11,9% - Ziel 11-13%), der Energieübertragungs -Bereich PTD (5,6% - Ziel 5-7%), Siemens VDO Automotive (6,7% - Ziel 5-6%), der Medizintechnik-Bereich Med (12,5% - Ziel 11-13%) und der Lichtbereich Osram (11% - Ziel 10-11%).

"Wir glauben, dass diese Bereiche nun auf Weltklasse-Niveau arbeiten", schrieb Kitz. Konzernchef Klaus Kleinfeld habe vor Analysten gesagt, dass diese Margen nachhaltig seien. "Wir schließen auch den Kraftwerks-Bereich PG in diese Weltklasse-Kategorie ein, da seine Marge im zweiten Geschäftsquartal im Zielkorridor lag, wenngleich sie im ersten Geschäftshalbjahr leicht darunter lag", schrieb der Merck-Finck-Experte. "Kleinfeld ist überzeugt, dass der Bereich in der Zielspanne bleiben wird, acuh wenn es einigen Preisdruck bei Gasturbinen gibt."

Zwei Bereiche machen aus Sicht von Kitz zu wenig Fortschritte und haben deutlich die Renditeziele verfehlt: der Kommunikationsbereich Com und der IT-Dienstleister SBS, der als einziger der elf Konzernbereiche Verluste schreibt. "Wir sind skeptisch, dass sei ihre Margen ausreichend hochtreiben können in der kurzen Zeit, die ihnen bleibt", schrieb der Experte mit Blick auf Frühjahr 2007. Bis dahin sollen alle Bereiche ihre Renditevorgaben erfüllen.

Kitz rechnet damit, dass SBS und Com auch in den nächsten zwölf Monaten nicht an die gesteckten Ziele herankommen können. Sie bräuchten "ausgedehnte Portfolio-Bereinigungen". Kitz sieht hier zwei Optionen: Siemens müsse verlustträchtige Geschäftsfelder entweder verkaufen oder in Partnerschaften einbringen. "Kleinfeld hat vor Analysten betont, dass er alle wertsteigernden Maßnahmen prüfen wird", schrieb der Experte.

Gemäß der Einstufung "Buy" erwartet Merck Finck & Co, dass die im Dax notierte Siemens-Aktie in den kommenden sechs Monaten um mindestens zehn Prozent zulegt.

Analysierendes Institut Merck Finck & Co.

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