Analyse
Merrill Lynch hebt europäischen Bankensektor auf „Overweight“

Merrill Lynch hat den europäischen Bankensektor wegen der derzeit relativ geringen Bewertung und wieder besseren Aussichten für die gesamte Branche auf "Overweight" hochgestuft. Die Banken hätten die Talsohle bei den Gewinnen durchschritten.

dpa-afx LONDON. Merrill Lynch hat den europäischen Bankensektor wegen der derzeit relativ geringen Bewertung und wieder besseren Aussichten für die gesamte Branche auf "Overweight" hochgestuft. Die Banken hätten die Talsohle bei den Gewinnen durchschritten. Zudem sei nicht damit zu rechnen, dass es für die Banken allzu schnell strengere Auflagen gibt, schrieben die Analysten der zur Bank of America gehörenden amerikanischen Bank in einer am Dienstag veröffentlichten Studie. Die Analysten gründeten ihren Optimismus auf eine hohe Profitabilität im Kerngeschäft und positiven Trends in einigen wichtigen Märkten wie den großen Unternehmenskunden sowie Immobilienmärkten.

In der Merrill-Lynch-Bewertungsliste der einzelnen Branchen kletterten die Banken zudem im Oktober um drei Ränge auf Platz drei nach oben. Bessere Aussichten haben nach Einschätzung der Bank nur Aktien von Technologie- und Telekomaktien. Größter Risikofaktor für den Sektor sei nach wie vor die offene Frage der künftigen Regulierung und den künftigen Kapitalanforderungen durch den Staat. Die Merrill-Lynch-Analysten gehen jedoch davon aus, dass es hier wegen der unterschiedlichen Ziele der einzelnen Regierungen und Instituten zu keiner schnellen Lösung kommen wird.

Der Marktwert der Banken liege derzeit in etwa auf der Höhe des Buchwerts. Dies geht nach Einschätzung der Analysten auf die Annahme zurück, dass die Banken in naher Zukunft etwas mehr als ihre Kapitalkosten verdienen werden. "Dies ist zu pessmistisch", hieß es in der Studie. Die Experten von Merrill Lynch gehen daher davon aus, dass es nach den Zahlen für das dritte Quartal zu höheren Gewinnschätzungen für die Branche kommt.

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