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Analyse Merrill Lynch: Hedge-Fonds kaufen US-Anleihen und verkaufen Rohöl

Die Hedge-Fonds haben in der am 20. Oktober zu Ende gegangenen Woche leichte Verluste verbucht. Zum Vergleich habe sich der S & P-500-Index in diesem Zeitraum kaum bewegt, schrieb Merrill-Lynch-Analystin Mary Ann Bartels in ihrer wöchentlichen Studie "Hedge Fund Monitor".

dpa-afx NEW YORK. Die Hedge-Fonds haben in der am 20. Oktober zu Ende gegangenen Woche leichte Verluste verbucht. Zum Vergleich habe sich der S & P-500-Index in diesem Zeitraum kaum bewegt, schrieb Merrill-Lynch-Analystin Mary Ann Bartels in ihrer wöchentlichen Studie "Hedge Fund Monitor". Am besten abgeschnitten hätten jene Fonds, die Bewertungsunterschiede zwischen Wandelanleihen und Aktien ausnutzen (Convertible Arbitrage) sowie auf Unternehmensübernahmen und-zusammenschlüsse spekulieren (Merger Arbitrage). Die schlechteste Entwicklung hätten Hedge-Fonds gezeigt, die von bestimmten Einzelereignissen profitieren wollen (Event Driven).

Die makrookönomisch orientierten Fonds spekulierten auf einen Anstieg (Long) des S & P-500 sowie des Nasdaq-100-Index sowie auf höhere Rohstoffpreise. Zudem setzen sie auf eine Abwertung des Dollar sowie auf fallende Kurse (Short) in den Schwellenländern.

Bei Aktien haben die großen Spekulanten der Expertin zufolge ihre sehr hohen Longpositionen auf den Nasdaq-100-Index sowie ihre Shortpositionen auf den S & P-500 leicht reduziert. Bei den Agrarrohstoffen hätten sie die Positionen in Soja erhöht, zugleich aber ihren Bestand an Mais-Futures leicht verringert. Gleichwohl bleibe die Kauf-Ausrichtung in beiden Rohstoffen jedoch sehr hoch.

Im Metallbereich hätten die großen Spekulanten bei Kupfer leicht zugekauft. Die Kaufpositionen in diesem Rohstoff bleiben damit laut der Merrill-Lynch-Analystin sehr hoch. Dem gegenüber setzten die großen Spekulanten auf sinkende Gold- und Silberkurse. Bei den Platin-Positionen habe es so gut wie keine Veränderung gegeben. Im Energiesektor hätten sowohl Rohöl als auch Heizöl und Benzin auf der Verkaufsliste der Hedge-Fonds gestanden. Die aggressiven Longpositionen im Rohöl hätten sich damit aber ebenso wenig verändert wie die aggressiven Shortpositionen im Erdgas.

Am Devisenmarkt hatten Hedge-Fonds Bartels zufolge Euro und Dollar gekauft, sowie die Positionen im Yen leicht reduziert. In der japanischen Währung wiesen sie aber weiterhin eine aggressive Longpositionierung auf. Bei den Anleihen hätten die Hedge-Fonds 2-, 10- und 30-jährige US-Staatspapieren gekauft.

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