Analyse
Merrill Lynch lässt Celesio nach Eugh-Urteil auf „Underperform“

Merrill Lynch hat die Aktie von Celesio nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs (Eugh) auf "Underperform" mit einem Kursziel von 16,80 (aktueller Kurs: 16,33) Euro belassen.

dpa-afx NEW YORK. Merrill Lynch hat die Aktie von Celesio nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs (Eugh) auf "Underperform" mit einem Kursziel von 16,80 (aktueller Kurs: 16,33) Euro belassen. Die Entscheidung, dass Apothekenketten in Deutschland verboten blieben und das deutsche "Apothekengesetz" vereinbar mit dem Europarecht sei, dürfte zu einer kritischen Einschätzung der Anleger zum Wachstumsprofil des Pharmahändlers führen, schrieb Analyst Michael Jüngling in einer Studie vom Dienstag. Die Gerichtsentscheidung sei bindend und könne nicht angefochten werden, so dass Celesio keine Apothekenkette über ihre Tochter Docmorris führen könne - dieses Szenario sei aber seit drei Jahren ein entscheidender Punkt für ein Investment in die Aktie gewesen.

Die beibehaltene Einstufung begründete Jüngling mit der im Vergleich zum europäischen Sektor weniger attraktiven Bewertung. Zwar verdiene die Aktie aufgrund der Größe und Diversifikation von Celesio einen Aufschlag. Dieser falle mit 58 Prozernt aber recht hoch aus und beinhalte zu einem guten Teil das Potenzial aus einer Deregulierung des Pharmamarktes. Da diese Hoffnung sich in Europa weitgehend in Luft aufgelöst habe, dürfte auch die höhere Bewertung in den kommenden sechs Monaten großteils abgebaut werden.

Die mit "Underperform" eingestuften Aktien sind laut der Investmentbank Merrill Lynch die unattraktivsten in ihrem Bewertungshorizont.

Analysierendes Institut Merrill Lynch & Co.

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