Analyse
Merrill senkt Postbank auf „Neutral“

Merrill Lynch hat die Postbank-Aktien von "Buy" auf "Neutral" abgestuft und das Kursziel von 73,00 auf 64,00 Euro gesenkt. Die Papiere der Commerzbank hingegen bewertet Analystin Britta Schmidt nun mit "Buy" nach zuvor "Neutral".

dpa-afx LONDON. Merrill Lynch hat die Postbank-Aktien von "Buy" auf "Neutral" abgestuft und das Kursziel von 73,00 auf 64,00 Euro gesenkt. Die Papiere der Commerzbank hingegen bewertet Analystin Britta Schmidt nun mit "Buy" nach zuvor "Neutral". Zudem hob sie in einer Studie vom Montag das Ziel von 23,20 auf 24,80 Euro an.

Die Kurse der beiden potenziellen Bieter für eine Übernahme der Postbank, der Commerzbank und der Deutschen Bank, seien zwischen 15 und 24 Prozent zurückgegangen, schrieb die Expertin. Damit sei die Wahrscheinlichkeit auf eine Übernahmeprämie im Vergleich zum Übernahmeszenario vom Mai gesunken. Schmidt rät, Positionen in Commerzbank-Anteile umzuschichten, die fundamental mehr Aufwärtspotenzial versprächen.

Nach Ansicht der Merrill-Lynch-Expertin wird die Commerzbank in Deutschland als Käufer auftreten, vermutlich mit einem ertragssteigernden Abschluss. Das Übernahmeziel könnte die Allianz-Tochter Dresdner Bank sein.

Insgesamt gibt es es der Analystin zufolge keine Sicherheit, dass irgendeines der Übernahmeszanarien Realität werden könnte. Vor diesem Hintergrund sollte etwa die Wahrscheinlichkeit für eine Akquisition oder eine Fusion der Postbank mit einer anderen Bank im Zeitablauf schwanken, hieß es. Auch über die Presse verbreitete, entsprechende Gerüchte dürften weiterhin für schwankende Aktienkurse sorgen - schließlich seien die einzelnen Handlungsmöglichkeiten voneinander abhängig. Die Anleger dürften sich an das Jahr 2000 erinnert fühlen, als Fusionsverhandlungen zwischen der Dresdner und der Deutschen Bank sowie zwischen der Dresdner und der Commerzbank scheiterten.

Gemäß der Einstufung "Buy / Medium Volatility Risk" geht Merrill Lynch davon aus, dass die Aktie auf Sicht von zwölf Monaten einen Gesamtertrag aus Kursgewinn und Dividende von mindestens zehn Prozent abwerfen wird. Dies gilt für Werte, die eine mittlere Kursschwankungsbreite aufweisen. Laut der Einstufung "Neutral / Medium Volatility Risk" rechnet Merrill Lynch damit, dass die Aktie auf Sicht von zwölf Monaten einen Gesamtertrag aus Kursgewinn und Dividende von null bis zehn Prozent abwerfen wird. Dies gilt für Werte, die eine mittlere Kursschwankungsbreite aufweisen./

Analysierendes Institut Merrill Lynch & Co.

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