Analyse
Mittelfristiges Sentiment schlechter - zunehmende Skepsis

dpa-afx FRANKFURT. Die Stimmung der Anleger in Deutschland hat sich einer aktuellen Sentix-Umfrage zufolge verschlechtert. "Weder Freude, noch Zutrauen, sondern zunehmende Skepsis" mache sich unter den Anlegern breit, schrieb Sentix-Experte Patrick Hussy. Die mittelfristigen Erwartungen seien an alle Aktienmärkten gesenkt worden. Das sei auch bei den bullisheren Privatanlegern zu beobachten, deren Optimismus in der Vorwoche eigentlich vom Markt bestätigt worden sei.

Es sei nicht die Einstellung "Alles wird gut", die die Märkte in Reaktion auf die Zinsentscheidung der US-Notenbank zuletzt nach oben getrieben habe. Die Analysten vergleichen die Zinssenkung vielmehr mit einer Droge, die die US-Notenbank den Börsen gegeben hat. Darauf hätten die Märkte zwar impulsiv reagiert; die Entwicklungen im Sentiment zeigten jedoch, dass dieses Medikament Nebenwirkungen habe. Im "Beipackzettel der Schmerztablette" stehe, dass die Notenbanken bereit seien, alles in Kauf zu nehmen, um die Krise abzuwenden - auch eine mögliche Inflation. Und das belaste das Vertrauen der Anleger in die Fed. Auch wenn sich ein Teil der Aktionäre an der Zinssenkung wie an einem Strohhalm festhalte, so zeige sich jedoch insgesamt kein neuer Bullenmarkt.

Sentix wertet seit 2001 wöchentlich Umfrageergebnisse zur Markteinschätzung unter privaten und institutionellen Investoren im Internet aus/sc/gr

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