Analyse
Morgan Stanley hebt Premiere nach Telekom-Deal auf 'Equal-Weight'

Morgan Stanley hat die Aktien des Bezahlsenders Premiere nach Bekanntgabe der Bundesliga-Kooperation mit der Deutschen Telekom von "Underweight" auf "Equal-Weight" heraufgestuft. Das Kursziel erhöhten die Analysten am Montag in eine Studie von 10,00 auf 12,50 Euro.

dpa-afx FRANKFURT. Morgan Stanley hat die Aktien des Bezahlsenders Premiere nach Bekanntgabe der Bundesliga-Kooperation mit der Deutschen Telekom von "Underweight" auf "Equal-Weight" heraufgestuft. Das Kursziel erhöhten die Analysten am Montag in eine Studie von 10,00 auf 12,50 Euro. Premiere hatte am vergangenen Freitag von der Telekom eine Sublizenz für die Spiele der Ersten und Zweiten Bundesliga erhalten. Die Spiele sollen künftig als Internet-Fernsehen (Iptv) über das neue Vdsl-Hochgeschwindigkeitsnetz der Telekom ausgestrahlt werden. Unklar ist bislang aber, wie viele Premiere-Kunden das neue Angebot nutzen können.

Sollte das Produkt erfolgreich starten, könnte dies die Abwanderung von Kunden zumindest bremsen, schreiben die Experten von Morgan Stanley. Außerdem sei die Technologie zukunftsträchtig. Daher sei in diesem Jahr nur noch mit einem Rückgang der Abonnentenzahl um 275 000 zu rechnen. Bislang hatte Morgan Stanley mit 540 000 Abgängen gerechnet. Ende 2005 hatte Premiere 3,57 Millionen Kunden.

Ein Risikofaktor bleibe allerdings, dass die Telekom ihr Vdsl-Netz voraussichtlich nicht vor August starten könne. Der Erfolg von Iptv sei momentan nur schwer abzuschätzen. In der Zwischenzeit könnten viele Kunden zum neuen Konkurrenten Arena abwandern. Arena hatte im Dezember von der Deutschen Fußball Liga (DFL) für die kommenden drei Spielzeiten den Zuschlag für die Pay-TV-Rechte an der Bundesliga erhalten. Der langjährige Rechteinhaber Premiere war dabei leer ausgegangen. Die Telekom hatte sich die Internetrechte gesichert.

Gemäß der Einstufung "Equal-Weight" erwartet Morgan Stanley einen durchschnittlichen Gesamtertrag der Aktie im Vergleich zu den anderen von der Bank beobachteten Werten derselben Branche. Zugrunde gelegt wird ein Zeitraum zwischen zwölf und 18 Monaten.

Analysierendes Institut Morgan Stanley Dean Witter.

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