Analyse
Noch kein Ende der Finanzmarktkrise in Sicht

Die Rettungsaktion für die beiden großen US- Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddi Mac durch die Regierung hat nach Einschätzung der Dekabank zu einer Stabilisierung der Finanzmärkte beigetragen.

dpa-afx FRANKFURT. Die Rettungsaktion für die beiden großen US- Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddi Mac durch die Regierung hat nach Einschätzung der Dekabank zu einer Stabilisierung der Finanzmärkte beigetragen. "Die Notwendigkeit dieser Maßnahme zeigt jedoch, dass die Finanzmarktkrise noch nicht vorüber ist", sagte Gabriele Widmann Volkswirtin bei der Dekabank am Montag. Die US-Regierung hatte am Wochenende in einer Rettungsaktion die vorläufige Kontrolle über Fannie Mae und Freddie Mac übernommen.

Eine direkte Auswirkung auf den Häusermarkt in den USA sei durch die Maßnahmen jedoch nicht zu erwarten, sagte Widmann. Die Banken hätten die Vergabekriterien verschärft und dürften diese auch beibehalten. Eine Stabilisierung der Häuserpreise erwartet Widmann erst Mitte 2009 und auch der Hypothekenmarkt sollte sich erst im Jahresverlauf 2009 stabilisieren.

"Belasten könnten die Konjunktur durch die zusätzlichen Ausgaben für den US-Staatshaushalt," sagte Widmann. Allein der Kauf von Aktien der beiden Unternehmen könnte die US-Regierung soviel kosten wie das jüngste Konjunkturpaket. Das Konjunkturpaket hatte die US-Regierung rund 150 Mrd. Dollar gekostet. Mittelfristig drohten den USA Steuererhöhungen, sagte Widmann.

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