Analyse
Professionelle Anleger bleiben skeptisch

Frankfurt (dpa-AFX) – Der Jubel an den Aktienmärkten nach der Rede von US-Präsident Bush dürfte nach Einschätzung der Experten von Sentix nicht lange anhalten.

Frankfurt (dpa-AFX) – Der Jubel an den Aktienmärkten nach der Rede von US-Präsident Bush dürfte nach Einschätzung der Experten von Sentix nicht lange anhalten. Die frohe Botschaft über ein Hilfspaket für Hyptohekenschuldner scheine die Erwartungen der Aktionäre kaum verändert zu haben, schreibt Analyst Manfred Hübner in einer aktuellen Analyse. Anleger setzten auf kurzfristige Strategien, was noch nicht auf einen Aufhellung der Stimmung an den Aktienmärkten hindeute. Diese sei vielmehr neutral zu bewerten.

Die mittelfristigen Erwartungen hätten sich etwas verbessert, dafür seien aber fast ausschließlich die Privatanleger verantwortlich. Professionelle Anleger zeigten sich hingegen skeptisch, so Hübner weiter. Das sei gewöhnlich kein gutes Vorzeichen für die Märkte.

Vor den endgültigen Notenbankentscheidungen dürften sich keine klaren Tendenzen am Aktienmarkt zeigen, prognostiziert der Analyst. Bei vordergründigen Kurserholungen handele es sich im Wesentlichen um kurzfristige Eindeckungen und technische Korrekturen. Die grundsätzlichen Probleme seien weiter ungelöst. Sowohl die US-amerikanische, als auch europäische Zentralbank wollten mit Zinssenkungen warten, bis negative Effekte der Kreditkrise auf die Realwirtschaft tatsächlich deutlich werden.

Von Seiten der Kreditkrise könnte sich die Lage im September allerdings wieder verschärfen, so Hübner weiter. Der Hintergrund sei, dass viele kurzfristige Anlagepapiere, die durch in Verruf geratene forderungsbesicherte Anleihen gedeckt sind, im Bestand von risikoarmen Anlagefonds zu finden seien. Die Anleger dürften fällig werdende Papiere auslaufen lassen und vorerst nicht mehr in solche Strukturen investieren. Diese fielen zurück an die verbriefenden Banken, die dann kurzfristig sehr viel Liquidität benötigten.

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