Analyse
Rezessionsrisiko durch schwäche Aufträge gestiegen

Die Risiken einer Rezession in Deutschland und dem Euroraum sind nach Einschätzung der Commerzbank mit den abermals schwachen Auftragseingängen im Juli weiter gestiegen.

dpa-afx FRANKFURT. Die Risiken einer Rezession in Deutschland und dem Euroraum sind nach Einschätzung der Commerzbank mit den abermals schwachen Auftragseingängen im Juli weiter gestiegen. Die Auftragseingänge der deutschen Industrie befänden sich nach dem achten Rückgang in Folge weiter auf Talfahrt, heißt es in einer Studie vom Donnerstag. Dabei seien die Orders noch durch zahlreiche Flugzeugbestellungen bei einer Luftfahrtmesse gestützt worden. Die Auftragseingänge befänden sich derzeit im freien Fall und bestätigen die sehr ungünstige Entwicklung der Stimmungsindikatoren für Deutschland.

Insgesamt werde immer deutlicher, dass sich Deutschland in einem wesentlich kräftigeren Abschwung befinde als dies wahrgenommen werde. Insbesondere die sehr schwache Entwicklung der Inlandsbestellungen für Investitionsgüter bereiteten Sorge, schreibt Commerzbank-Experte Ralph Solveen. Diese lasse für das zweite Halbjahr einen merklichen Rückgang der Ausrüstungsinvestitionen erwarten, was wiederum kein gutes Omen für den Arbeitsmarkt sei. Die straffe Geldpolitik der EZB zeige hier deutlich ihre Spuren.

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