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Analyse Roundup: Deutsche Bank sieht deutsche Aktien positiv - Diversifizieren

Die Deutsche Bank setzt bei ihrer weltweiten Anlagestrategie verstärkt auf Chancen bei strukturellen Umwälzungen und erwartet dabei besonders in Deutschland eine positive Entwicklung.

dpa-afx FRANKFURT. Die Deutsche Bank setzt bei ihrer weltweiten Anlagestrategie verstärkt auf Chancen bei strukturellen Umwälzungen und erwartet dabei besonders in Deutschland eine positive Entwicklung. Diese dürfte sich vor allem auf den hiesigen Aktienmarkt auswirken, sagte der Global Chief Investment Officer der Deutschen Bank, Klaus Martini, am Donnerstag in Frankfurt. Daher werde die Deutsche Bank "in den nächsten zwei Monaten" entsprechende Initiativen für neue Anlageprodukte vorstellen, sagte er.

Auf Sicht von zwölf Monaten erwartet Martini einen Dax-Stand zwischen 4 800 und 5 050 Punkten. Bei den festverzinslichen Wertpapieren rechnet Martini mit durchschnittlichen Zuwächsen zwischen 2,5 und 3,5 Prozent. Impulse für den Aktienmarkt kämen durch die erwartete vorgezogene Bundestagswahl und einem Regierungswechsel. Dann "hat die neue Regierung ein zweijähriges Zeitfenster, wo sie notwendige Reformen durchsetzen und intensivieren kann", sagte er.

Seine regionale Schwäche könne Deutschland durch globale Absatzmöglichkeiten wettmachen. Dies zeige sich auch daran, dass Deutschland wieder Marktanteile im Export hinzu gewonnen habe. Deutsche Aktien seien auch wegen der verbesserten Bilanzqualität, des des hohen Cash Flow und der gestiegenen Eigenkapitalrendite attraktiv. Zum Kauf empfiehlt die Deutsche Bank etwa Aktien von adidas-Salomon , Basf , Beiersdorf oder Postbank , ebenso EADS , Qiagen oder Puma .

Eine Neuausrichtung des Portfolios ist laut Martini aber notwendig, um die Risiken zu minimieren. Positive Aktienentwicklungen erwartet der Anlageexperte auch in Europa, den USA, Japan und Asien allgemein. Die Zwölf-Monatsprognose der deutschen Bank für den S & P-500-Index liege zwischen 1 310 und 1 320 Punkten. Den japanischen Topix sieht Martini zwischen 1 290 und 1 330 Punkten.

Potenzial IM Rohstoffsektor

Mit Blick auf den Rohstoff-Sektor sieht Martini ebenfalls weiteres Potenzial. Anfangs sei der Nachfrage-Schub durch China "klar unterschätzt" worden. Doch das Wohlstandsniveau im bevölkerungsreichsten Land der Welt sei gestiegen und werde dies weiter tun. "Das Wachstum der großen asiatischen Märkte - China und zunehmend Indien - sollte die Nachfrage nach Stahl, Industriemetallen und Energie auf hohem Niveau halten", sagte Martini. Auch Gold erlebe eine starke Nachfrage, die den Preis des Edelmetalls weiter treiben werde.

Der Ölpreis dürfte sich nach den Worten des Deutsche-Bank-Experten zunächst auf dem vorhandenen Niveau einpendeln. Zum Euro-Dollar-Verhältnis sagte Investmentstrategin Elke Speidel-Walz: "Langfristig gibt es in einer Volkswirtschaft mit einem Leistungsbilanzdefizit einen Abwertungsdruck auf die Währung". Langfristig sei eine weitere Dollarabwertung wahrscheinlich.

Insgesamt, so fasste Martini zusammen, werde der Kapitalmarkt im laufenden und kommenden Jahr vor allem mit einer Abschwächung der Weltwirtschaft konfrontiert werden, mit den hohen Energiepreisen und dem Auslaufen der Fiskalimpulse in den USA. Positive Faktoren seien der derzeit geringe Lohndruck, das niedrige Niveau der Real- und Nominalzinsen, eine geringere Energieabhängigkeit der Industrieländer und neue Wachstumsmärkte in Osteuropa und Asien.

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