Analyse
Sal.Oppenheim bekräftigt Infineon auf 'Neutral'

Sal.Oppenheim hat die Aktie des Halbleiter-Herstellers Infineon nach Neuigkeiten zum Börsengang der Speicherchip-Tochter Qimonda mit "Neutral" bestätigt.

dpa-afx FRANKFURT. Sal.Oppenheim hat die Aktie des Halbleiter-Herstellers Infineon nach Neuigkeiten zum Börsengang der Speicherchip-Tochter Qimonda mit "Neutral" bestätigt. Der Markt habe im großen und ganzen damit gerechnet, dass der Ausgabepreis für die Qimonda-Aktienzertifikate gesenkt werde, schrieb Analyst Jürgen Wagner am Mittwoch. Dies habe die Infineon-Aktie bereits belastet.

Der Dram-Speicherchipspezialist Qimonda soll an diesem Mittwoch an der New Yorker Börse sein Debüt geben. Der Titel wird zu 13 Dollar emittiert, die Preisspanne lag allerdings bei 16 bis 18 Dollar. Außerdem gehen deutlich weniger Qimonda-Aktienzertifikate an Anleger als geplant.

Als negativ wertete Wagner vor allem, dass Infineon jetzt wohl später "Dram-frei" werde. Denn die Münchner hätten keine Qimonda-Titel abgeben können (ohne Mehrzuteilungsoption). Da Infineons Marktstellung im Geschäft mit drahtlosen Kommunikationsprodukten in absehbarer Zukunft schwach bleiben werde, lasse Sal.Oppenheim die Aktie auf "Neutral".

"Die strukturelle Schwäche von Infineons Dram-Geschäft, die unter dem Branchenschnitt liegt, verlangt nach einer radikalen Änderung des Geschäftsmodells. Der Börsengang der Dram-Tochter ist aus unserer Sicht also der richtige strategische Schritt", schrieb der Sal.Oppenheim-Experte. Infineon habe aber mit 16 bis 18 Dollar je Qimonda-Aktienzertifikat eine zu aggressive Preisspanne gesetzt. Der nun festgelegte Ausgabepreis von 13 Dollar treffe das untere Ende der Sal.Oppenheim-Prognosespanne von 13 bis 14 Euro.

Infineon habe keine einzige seiner Qimonda-Titel verkaufen können mit Ausnahme der geringen Mehrzuteilungsoption von 6,3 Mill. Aktien. Daher werde der Halbleiter-Hersteller nun länger brauchen, um seinen Qimonda-Anteil auf eine Minderheitsbeteiligung abzubauen und aus dem schwankungsanfälligen Geschäft mit Dram-Speicherchips auszusteigen. Die Leistung des neuen, weniger volatilen Infineon-Kerngeschäfts mit Logikchips ist aus Sicht von Wagner zu schwach, um die Sal.Oppenheim-Anlageempfehlung zu ändern.

Gemäß der Einstufung "Neutral" geht Sal. Oppenheim davon aus, dass die Infineon-Aktie in den kommenden sechs bis zwölf Monaten um 0 bis zehn Prozent zulegen wird.

Analysierendes Institut Sal. Oppenheim.

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