Analyse
Sal. Oppenheim bestätigt Siemens mit "Buy"

Sal. Oppenheim hat die Siemens-Aktie nach der angekündigten Lösung für den verlustreichen IT-Bereich SBS mit "Buy" bestätigt und als fairen Wert 78 Euro genannt.

dpa-afx FRANKFURT. Sal. Oppenheim hat die Siemens-Aktie nach der angekündigten Lösung für den verlustreichen IT-Bereich SBS mit "Buy" bestätigt und als fairen Wert 78 Euro genannt. "Die Bekanntgabe zu dem IT-Dienstleister bestätigt unsere Erwartungen an dieses Geschäftsfeld", schrieb Analyst Frank Rothauge am Freitag.

Die am Vortag angekündigte Integration der IT- und Software-Kompetenzen zum Januar in den neuen Konzernbereich SIS bezeichnete er als "vernünftig, aber nicht wirklich relevant". Daher sei das "weder eine gute noch eine schlechte Neuigkeit für uns". Er erwartet, dass Siemens im Ende September abgelaufenen Schlussquartal 2005/06 hohe Umstrukturierungskosten von mehr als 300 Mill. Euro verbucht.

"Trotzdem rechnen wir mit einem positiven Ausblick auf das Geschäftsjahr 2006/07", schrieb der Analyst. "Nach einer langen Umbauphase dürfte die Siemens-Gruppe 2007 ihre volle Profitabilität zeigen." Rothauge erwartet, dass der Gewinn je Aktie von 3,25 auf 5,19 Euro hochspringen wird. Dies führe zu einer im Branchenvergleich deutlich höheren Bewertung.

"Unser Hauptszenario war, dass Siemens SBS eher umbauen als abstoßen wird", schrieb der Sal.Oppenheim-Experte. "Wir waren uns der Umstrukturierungsanstrengu ngen bei SBS schon vorher bewusst. Das einzige neue Thema bei der Siemens-Lösung für SBS ist, dass der Informationstechnik-Bereich mit mehreren internationalen IT-Dienstleistern des Konzerns im neuen Bereich SIS aufgeht." Damit verlagere SBS seinen Fokus weg vom Auslagerungs-Geschäft (Outsourcing) auf die IT-Integration. Siemens-Chef Klaus Kleinfeld habe gesagt, dass der Vorstand neue Outsourcing-Geschäfte sehr restriktiv handhaben werde.

Siemens habe wenig neue Details zum seit einiger Zeit laufenden Umbau bei Siemens Business Services (SBS) gegeben. "Daher glauben wir immer noch nicht an das ausgegebene Kostensenkungsziel von insgesamt 1,5 Mrd. Euro", schrieb Rothauge. Aber Siemens habe im abgelaufenen Geschäftsjahr 2005/06 etwa 400 Mill. Euro für Umstrukturierungen ausgegeben und die operativen Verluste verringerten sich. Weder SBS noch der neue Bereich SIS dürften die für das Frühjahr 2007 ausgegebene Zielmarge erreichen. "Wenn Siemens-Chef Kleinfeld und der designierte SIS-Vorstand Kollatz die Margenvorgabe für SBS (5-6%) doch erreichen, wäre das eine sehr positive Überraschung."

Gemäß der Einstufung "Buy" geht Sal. Oppenheim davon aus, dass die im Dax notierte Siemens-Aktie in den kommenden sechs bis zwölf Monaten um zehn bis 20 Prozent zulegen wird.

Analysierendes Institut Sal. Oppenheim.

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