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Analyse Sal.Oppenheim: Hannover Rück 'Reduce' - Munich Re Swiss Re bevorzugt

Auf die Hannover Rück kommen wegen des US-Hurrikans "Katrina" nach Einschätzung von Sal. Oppenheim vergleichsweise höhere Belastungen zu als auf die beiden Branchenführer Münchener Rück und Swiss Re .

dpa-afx FRANKFURT. Auf die Hannover Rück kommen wegen des US-Hurrikans "Katrina" nach Einschätzung von Sal. Oppenheim vergleichsweise höhere Belastungen zu als auf die beiden Branchenführer Münchener Rück und Swiss Re . Analyst Stephan Kalb bestätigte die im MDax notierte Aktie des weltweit drittgrößten Rückversicherers am Donnerstag mit "Reduce" und empfahl stattdessen, in Münchener Rück ("Strong Buy") und Swiss Re ("Buy") zu investieren. Diese schienen unterbewerteter als die Hannover Rück.

"Ungeachtet einer exzellenten weltweiten Diversifizierung nimmt die Gesellschaft mehr Risiken in einzelnen Sparten auf sich als die anderen beiden Rückversicherer", schrieb er. "Anders als vergangenes Jahr wird die zur Hannover-Rück-Gruppe gehörende US-Tochter Clarendon in diesem Jahr sehr wenige Schäden absorbieren." Bereits im vergangenen Jahr hatte eine ungewöhnlich heftige Wirbelsturmsaison die Versicherungsbranche belastet.

2005-Ziel DER Hannover RÜCK Wackelt

"Die Hannover-Rück-Aktie bleibt wahrscheinlich so lange unter Druck, wie die Unsicherheit im Markt über die Reichweite der von 'Katrina' verursachten Hurrikanschäden anhält", schrieb der Analyst. Noch hat die Hannover Rück anders als ihre beiden Konkurrenten Münchener Rück und Swiss Re keine Schadenschätzung veröffentlicht. "Wir erwarten, dass die Gesellschaft ihr Jahresüberschuss-Ziel kappen muss", schrieb Kalb. Sal. Oppenheim werde dann wohl ebenfalls seine Prognosen revidieren, habe aber derzeit noch keine Eile damit. "Wir liegen mit unsrer Schätzung sowieso am unteren Ende der Unternehmens-Prognosespanne."

Die Hannover Rück hatte bisher 430 bis 470 Mill. Euro angestrebt. Am Vortag hatte Finanzchefin Elke König jedoch angedeutet, dass dieses Ziel gefährdet sei. Der Rückversicherer veranschlagt nach eigenen für Großschäden sechs Prozent der Nettoprämien.

Wohl Mehr GrossschÄDEN 2005 ALS Angenommen

Der Sal.Oppenheim-Analyst betonte, dass dieses Budget bereits im ersten Halbjahr mit 6,1 Prozent völlig aufgezehrt worden sei. In der aktuellen zweiten Jahreshälfte seien nun noch das Hochwasser in der Schweiz, Süddeutschland und Österreich (August), einige Fluggesellschaftsschäden sowie Schäden an einer Ölplattform nahe Indien dazugekommen. Ohne die finanziellen Folgen von "Katrina" habe die Hannover Rück mit diesen Schäden bereits ihr Sechs-Prozent-Niveau nahezu erreicht. Laut Finanzchefin König fallen die Schadenzahlungen 2005 wegen "Katrina" höher aus als von den Hannoveranern erwartet. Ursprünglich hatte der Branchendritte im Gesamtjahr Großschäden-Belastungen von etwa 250 Mill. Euro einkalkuliert.

Gemäß der Einstufung "Reduce" geht Sal. Oppenheim davon aus, dass die Aktie der Hannover Rückversicherung AG in den kommenden sechs bis zwölf Monaten um bis zu zehn Prozent nachgeben wird. Bei der Einstufung "Buy" erwarten die Analysten, dass sich der Titel der Schweizerische Rückversicherungs-Gesellschaft (Swiss Re) in den nächsten sechs bis zwölf Monaten um zehn bis 20 Prozent verteuern wird. "Strong Buy" bedeutet bei Sal. Oppenheim, dass die Aktie der Münchener Rück in diesem Zeitraum um mehr als 20 Prozent zulegen wird.

Analysierendes Institut Sal. Oppenheim.

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