Analyse
Sal. Oppenheim sieht Dax bis zum Jahresende bei 6 000 Punkten

Der deutsche Leitindex Dax wird nach Ansicht von Kapitalmarktexperten des Bankhauses Sal. Oppenheim bis zum Jahresende wieder auf 6 000 Punkte steigen.

dpa-afx FRANKFURT. Der deutsche Leitindex Dax wird nach Ansicht von Kapitalmarktexperten des Bankhauses Sal. Oppenheim bis zum Jahresende wieder auf 6 000 Punkte steigen. Für die zweite Jahreshälfte 2006 erwarten sie eine positive Entwicklung der Aktienmärkte, die auch den Eurostoxx 50 auf 3 900 Punkte antreiben werde.

"Wir gehen davon aus, dass wir den beim Dax mit 5 300 bis 5 500 Punkten den Boden gesehen haben und es nun eine neue Aufwärtsbewegung gibt", sagte Dieter Pfundt, Leiter des Investmentbanking bei Sal. Oppenheim, am Donnerstag in Frankfurt. Kurstreiber seien eine rege Übernahmetätigkeit, anhaltende Aktienrückkäufe sowie leicht steigende Unternehmensgewinne und eine moderate Marktbewertung. Die Experten raten zu einer Übergewichtung von defensiven Branchen wie etwa Einzelhandel, Pharma und Telekommunikation.

Wenig Wachstumsimpulse Durch Politische Situation

Wenig Wachstumsimpulse brächte derzeit die politische Situation in Deutschland. Die Marktteilnehmer glaubten zunehmend weniger daran, dass die notwendigen Reformen tatsächlich umgesetzt würden. Diese könnten jedoch das Wachstumspotenzial der deutschen Volkswirtschaft anheben. "Die negativen Auswirkungen auf den deutschen Aktienmarkt zeigen sich bereits ansatzweise in Mittelabflüssen ausländischer Anleger während des zweiten Quartals", sagte Wolfgang Sawazki, Leiter des Aktienresearch. Die Chance auf einen selbsttragenden Aufschwung werde vertan.

Überbordende Inflations- und Zinssteigerungserwartungen werden sich nach Ansicht von Chefvolkswirt Norbert Braems normalisieren. Nach der aktuellen Zinserhöhung wird es in den USA seiner Meinung nach nur noch einen weiteren Schritt geben, danach sei eine Seitwärtsentwicklung wahrscheinlich. Für Europa nimmt der Experte einen Anstieg bis auf ein "normales Niveau" von bis zu 3,5 Prozent an.

Strukturelle Argumente FÜR Niedrige Inflationsraten

Braems zufolge gibt es weiter strukturelle Argumente für niedrige Inflationsraten. Die Weltkonjunktur werde sich moderat abschwächen. In Deutschland werde das Wachstum des Brutto-Inlandprodukts (BIP) von erwarteten 1,8 Prozent 2006 auf 1,2 Prozent 2007 sinken. "Die geplante Mehrwertsteuererhöhung wirke sich wachstumsdämpfend aus." Zudem werde die deutsche Exportwirtschaft unter einer sich abschwächenden Weltkonjunktur und einer weiteren potenziellen Abwertung des US-Dollars leiden.

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