Analyse
SBM Offshore richtet sein Geschäft neu aus

Unter Anlegern ist die niederländische SBM Offshore bisher kaum bekannt. Dabei verbirgt sich hinter der in der Nähe von Rotterdam ansässigen Firma der weltgrößte Hersteller von Offshore-Ölplattformen.

DÜSSELDORF. Dieser hat sich vor wenigen Wochen von seinem alten Namen IHC Caland verabschiedet, um damit die Fokussierung auf das Tiefsee-Fördergeschäft zu verdeutlichen.

SBM Offshore war zuvor die bedeutendste Tochtergesellschaft des Konzerns. Nach dem sich das Unternehmen von seiner verlustreichen Schiffsbausparte getrennt hat, steht das Segment „Offshore“ nun eindeutig im Mittelpunkt der Geschäftsaktivitäten. Auch Anleger sollten von der Neuausrichtung der Gesellschaft profitieren, sagen Experten.

Die zurückliegenden Jahre verliefen eher schleppend. Das Unternehmen kämpfte mit den Problemen der Schiffsbausparte und nur mäßig gefüllten Auftragsbüchern. Dies hat sich auch im Kurs der Aktie niedergeschlagen. Seit August 2004 hat die Aktie allerdings kontinuierlich zugelegt – zuletzt mit wachsendem Tempo. Grund dafür sind die deutlich gestiegenen Rohölpreise. Allein seit Beginn des Jahres hat sich Brentöl – die in Europa richtungsweisende Nordsee-Ölsorte – um rund 40 Prozent verteuert. Gestern lag der Preis für Brentöl bei gut 58 Dollar je Barrel (159 Liter) und damit nur knapp unter seinem Rekordstand, der zu Beginn dieser Woche markiert wurde.

Grund für die derzeit stetig steigenden Rohölpreise sind die Kapazitätsengpässe auf der Angebotsseite. Die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) hat nur noch wenig Spielraum für eine weitere Erhöhung ihrer Förderung. Zum anderen sind die Kapazitäten auch bei den Raffinerien – insbesondere in den USA – praktisch ausgereizt.

Die meisten Experten gehen daher von einem weiteren Anstieg der Rohölnotierungen aus. Die Folge: Die großen Ölgesellschaften investieren wieder vermehrt in die Erschließung neuer Ölquellen. BP will beispielsweise in den kommenden sieben Jahren mindestens 15 Mrd. Dollar ausgeben, um neue Ölquellen im Golf von Mexiko zu erschließen. Um den gesamten weltweiten Rohölbedarf zu decken, müssen in den nächsten 25 Jahren sogar bis zu drei Billionen Dollar investiert werden, schätzte vor kurzem die Internationale Energie Agentur (IEA) in Paris. Von diesen Investitionen sollte auch SBM profitieren. „Gerade in der Tiefsee-Förderung steckt noch enormes Potenzial“, sagt Manfred Jaisfeld, Analyst bei der National-Bank in Essen. Und in diesem Geschäftsfeld gilt SBM Offshore als einer der Technologieführer.

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