Analyse
Schuss gegen Rohstoff-Spekulanten könnte nach hinten losgehen

Die derzeit geplanten Einschränkungen für spekulative Geschäfte an den Rohstoffmärkten sind laut Landesbank Baden-Württemberg ein Fehlschuss. "Der Schuss gegen die Spekulanten könnte nach hinten losgehen", schreibt LBBW-Experte Frank Schallenberger in einem Kommentar vom Freitag.

dpa-afx STUTTGART. Die derzeit geplanten Einschränkungen für spekulative Geschäfte an den Rohstoffmärkten sind laut Landesbank Baden-Württemberg ein Fehlschuss. "Der Schuss gegen die Spekulanten könnte nach hinten losgehen", schreibt LBBW-Experte Frank Schallenberger in einem Kommentar vom Freitag. So zeige ein Blick in die Wirtschaftsgeschichte, dass Einschränkungen des Rohstoff-Terminhandels zu stärkeren anstatt geringeren Preisschwankungen geführt hätten. Darüber hinaus erfüllten Spekulanten mit der Übernahme von Preisrisiken von Produzenten und Verbrauchern einen sehr wichtigen Zweck.

"Die Forderung nach einer schärferen Regulierung der Terminbörsen ist bei Rohstoffen kein Novum", unterstreicht Schallenberger. Mit dem Terminhandel für Weizen und Zwiebeln nennt er zwei historische Beispiele, wo der Terminhandel wegen vermeintlich heftiger Spekulation eingestellt wurde. Folge seien jedoch nicht stabilere, sondern vielmehr deutlich volatilere Preise gewesen. Mithin empfiehlt der Experte, das Thema Regulierung der Rohstoff-Terminbörsen "sehr schnell wieder ad acta" zu legen.

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