Analyse
Studie: Zwei Billionen Dollar weniger Kredite

Die Finanzmarktkrise kann einer Goldman- Sachs-Studie zufolge das Kreditvolumen in der US-Wirtschaft um zwei Billionen Dollar verringern und so das Risiko einer tiefen Rezession erhöhen.

dpa-afx NEW YORK. Die Finanzmarktkrise kann einer Goldman- Sachs-Studie zufolge das Kreditvolumen in der US-Wirtschaft um zwei Billionen Dollar verringern und so das Risiko einer tiefen Rezession erhöhen. "Die makroökonomischen Auswirkungen könnten ziemlich dramatisch sein", meint der Goldman-Sachs-Chefökonom für die USA, Jan Hatzius. Dies werde bislang weit unterschätzt.

Die Hypothekenausfälle vor allem durch Zwangsvollstreckungen von US-Eigenheimen summieren sich demnach grob geschätzt auf rund 400 Mrd. Dollar. Um dies auszugleichen, müssten Banken und weitere Kreditgeber ihre anderen Ausleihungen um ein Vielfaches zurückfahren. So könnten der amerikanischen Wirtschaft am Ende bis zu zwei Billionen Dollar (1,37 Billionen Euro) an Krediten fehlen, rechnet Hatzius in der am Freitag veröffentlichten Studie vor.

„EIN Grosser Schock“

"Dies ist ein großer Schock", warnte der Experte. Die Summe entspreche rund sieben Prozent aller US-Schulden von Privatleuten, Unternehmen und öffentlicher Hand. Ein solcher Schock könne eine "substanzielle Rezession" bewirken, wenn er sich im Laufe lediglich eines Jahres ereigne. Wenn er sich über zwei bis vier Jahre hinziehe, komme es zumindest zu einer langen Periode mit nur sehr geringem Wachstum oder Stagnation.

Allein ein knappes Dutzend der größten US-Banken musste bislang zusammen mehr als 50 Mrd. Dollar infolge der Kreditkrise abschreiben. Bankanalysten rechnen mit hohen weiteren Bereinigungen.

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