Analyse
UBS erwartet 2007 Dax-Gewinnwachstum von 14 Prozent

Die UBS beurteilt die Lage auf dem deutschen Aktienmarkt weiter positiv. Bezogen auf das Gesamtjahr gehen die Experten in einer aktuellen Studie davon aus, dass die Dax-Gewinne um 14 Prozent im Jahr 2007 und um neun Prozent im Jahr 2008 steigen werden.

dpa-afx LONDON. Die UBS beurteilt die Lage auf dem deutschen Aktienmarkt weiter positiv. Bezogen auf das Gesamtjahr gehen die Experten in einer aktuellen Studie davon aus, dass die Dax-Gewinne um 14 Prozent im Jahr 2007 und um neun Prozent im Jahr 2008 steigen werden. Das sei vor allem höheren Schätzungen nach starken Ergebnissen im ersten Quartal geschuldet, die vom stärkeren Wirtschaftswachstum am Anfang des Jahres angekurbelt wurden. Allerdings könnten steigende Anleihenrenditen auf die Aktienkurse drücken.

Den fairen Wert für den Leitindex Dax berechneten die Experten mit 8 200 Punkten per Ende 2007 und 8 500 Punkten für die kommenden zwölf Monate. Damit eine solche positive Entwicklung unterstützt würde, müssten die Anleger davon ausgehen, dass der derzeitige Konjunkturverlauf bis 2009 anhalte, und den Fokus auf Deutschland beibehalten. Gut unterstützt sieht die UBS den Dax in einer konservativen Bewertung zum Jahresende bei 7 500 Punkten, falls die Anleihenrenditen nicht viel weiter stiegen.

Obwohl die Analysten ihre Gewinnprognosen bereits nach oben angepasst hätten, sähen sie für 47 Prozent aller deutschen Unternehmen, die sie beobachteten, weiteres Aufwärtspotenzial, schreiben die Experten der UBS weiter. Dabei seien die Analysten optimistischer, was das Umsatzwachstum der Unternehmen angehe, als dass sie von positiven Überraschungen bei den Gewinnmargen ausgehen. Das liege am steigenden Kostendruck und sinkenden Möglichkeiten, diesen an Kunden oder Zulieferer weiterzugeben.

Das erste Quartal sei typischerweise nicht von besonders großer Bedeutung für die Gesamtjahresergebnisse. Deshalb zeigte sich die UBS etwas besorgt, da es schwierig werde, die derzeit optimistischen Wachstums- und Gewinnerwartungen weiter voranzutreiben. Eine Reihe von Indikatoren - darunter die Industrieproduktion - lasse vermuten, dass die Wachstumsdynamik im zweiten Quartal etwas schwächer ausfalle, während Lohnanstiege etwa im Maschinenbau sich auswirken könnten.

Bezogen auf das Wirtschaftswachstum in Deutschland bleiben die Analysten mit Blick auf Trends am Arbeitsmarkt und Tarifverhandlungen bei ihrer positiven Einschätzung. Allerdings könnten sich steigende Anleihenrenditen auf die Aktienkurse auswirken. Das Interesse ausländischer Investoren habe den deutschen Aktienmarkt auch anfällig für Gewinnmitnahmen gemacht.

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