Analyse
UBS hebt Postbank auf „Buy“

Die UBS hat die Aktien der Postbank und der Commerzbank in aktuellen Studien gegensätzlich bewertet.

dpa-afx FRANKFURT. Die UBS hat die Aktien der Postbank und der Commerzbank in aktuellen Studien gegensätzlich bewertet. Während Analyst Philipp Zieschang das Votum für die Postbank von "Neutral" auf "Buy" hochstufte und das Kursziel von 18,50 Euro auf 25,00 (Kurs: 21,94) Euro anhob, senkte er die Einstufung für die Commerzbank von "Neutral" auf "Sell" und beließ das Ziel auf 4,80 (Kurs: 5,87) Euro.

Zieschang hob seine Prognosen für den Gewinn je Aktie (EPS) der Postbank für 2011 um 15 und für 2012 um 24 Prozent an. Er begründete dies mit zusätzlichen Kosteneinsparungen sowie steigenden Margen im Kreditgeschäft. Die aktuelle Bewertung biete eine attraktive Einstiegsgelegenheit. Die Präferenz der Postbank im Vergleich zur zum Verkauf empfohlenen Commerzbank-Aktie begründet er mit dem 33-prozentigen Bewertungsabschlag auf Basis der Gewinne für 2012, trotz geringerer Bilanzrisiken. Darüber hinaus sei die Eigenkapitalrendite höher und die Finanzierungsstruktur deutlich besser. Zudem sei die Postbank ein Übernahmeziel - Zieschang rechnet über die kommenden Jahre mit dem Aufbau eines klaren Mehrheitsanteils seitens der Deutschen Bank .

Die Commerzbank dagegen könnte nach Einschätzung des Experten möglicherweise zehn Jahre benötigen, um die Kapitaldecke wieder aufzustocken und den Staat auszubezahlen. Seine Gewinnschätzungen hob er zwar für 2010 bis 2012 um bis zu 13 Prozent. Jährliche Zinskosten auf stille Beteiligungen in Höhe von 1,1 Mrd. Euro würden jedoch als Dividenden gewertet und aus der EPS-Recchnung herausgenommen. Daher sinke der Buchwert um 30 Prozent innerhalb von 18 Monaten. Zieschang geht davon aus, dass das für 2012 avisierte Ziel von vier Mrd. Euro für den Vorsteuergewinn erst ein Jahr später erreicht wird. Neben der relativ hohen Bewertung und den Bilanzrisiken moniert er zudem den gering erwarteten Barmittelzufluss bis dahin.

Mit der Einstufung "Buy" geht die UBS davon aus, dass der Gesamtertrag der Aktie (Kursgewinn plus Dividende) auf Sicht von zwölf Monaten um mindestens sechs Prozent über der von UBS erwarteten Marktrendite liegt. Mit der Einstufung "Sell" geht sie davon aus, dass der Gesamtertrag um mindestens sechs Prozent unter der erwarteten Marktrendite liegt.

Analysierendes Institut UBS.

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