Analyse
UBS senkt Deutsche Börse auf 'Neutral'

Die UBS hat Aktien der Deutschen Börse bei ihrer Wiederaufnahme von "Buy 2" auf "Neutral 2" abgestuft. Das Kursziel erhöhte Analystin Simone Glass in einer Studie vom Mittwoch zugleich von 128 auf 149 Euro, nachdem die letzte aktive Einschätzung der Aktie im Mai 2006 erfolgt war.

dpa-afx LONDON. Die UBS hat Aktien der Deutschen Börse bei ihrer Wiederaufnahme von "Buy 2" auf "Neutral 2" abgestuft. Das Kursziel erhöhte Analystin Simone Glass in einer Studie vom Mittwoch zugleich von 128 auf 149 Euro, nachdem die letzte aktive Einschätzung der Aktie im Mai 2006 erfolgt war. Die Papiere des Börsenbetreibers seien im Vergleich zu den europäischen Wettbewerbern nicht mehr billig und regulatorische Auswirkungen würden insgesamt zu mehr Preisdruck führen, hieß es.

Nach Meinung der Expertin sollte die Deutsche Börse zwar von der deutschen Steuerreform profitieren, die neue EU-Finanzmarktrichtline Mifid werde aber die europäischen Marktbetreiber insgesamt belasten. Hier verwies Glass auf die durch die EU-Regelung mögliche gewordene Ankündigung großer Investmentbanken, eine gemeinsame Handelsplattform für Aktien zu errichten.

Die Deutsche Börse sei jedoch von der geplanten Handelsplattform geringer betroffen als Wettbewerber, da sie wesentlich breiter aufgestellt sei und nur rund 50 Prozent des Umsatzes aus Handelsaktivitäten generiere. Den fairen Wert der Deutsche-Börse-Aktie sieht die UBS angesichts des erwarteten Preisdrucks im Jahr 2009 zwischen 100 und 120 Euro.

Im Vergleich zu den Wettbewerbern in Europa sei neben der sich günstig auf die Gewinne auswirkenden deutschen Steuerreform auch Potenzial für das Papier zu sehen durch Aktien-Rückkäufe und Dividenden-Ausschüttungen, schrieb Glass.

Mit der Einstufung "Neutral 2" rechnet die UBS damit, dass sich der Gesamtertrag der Aktie (Kursgewinn plus Dividende) in den kommenden zwölf Monaten im Vergleich zum Gesamtmarkt um bis zu sechs Prozent besser oder schlechter entwickeln wird. Die Ziffer zwei bedeutet, dass die Schwankungsbreite der Aktie vergleichsweise hoch eingeschätzt wird. Entsprechend ist die Prognose der Analysten mit größerer Unsicherheit behaftet.

Analysierendes Institut UBS.

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