Analyse
UBS senkt Kursziele für Deutsche Bank, HRE und Postbank

Die UBS hat die Kursziele für die Aktien von Deutsche Bank , Hypo Real Estate (HRE) und Postbank heruntergeschraubt. Für den deutschen Branchenprimus nahm Analyst Philipp Zieschang in einer Studie vom Montag das Ziel von 77 auf 58 Euro zurück.

dpa-afx ZÜRICH. Die UBS hat die Kursziele für die Aktien von Deutsche Bank , Hypo Real Estate (HRE) und Postbank heruntergeschraubt. Für den deutschen Branchenprimus nahm Analyst Philipp Zieschang in einer Studie vom Montag das Ziel von 77 auf 58 Euro zurück. Für HRE berechnet er nun ein Kursziel von 28 von zuvor 33 Euro, und die Postbank lautet der neue Richtwert nun 62 Euro. Zuvor betrug das Kursziel für die Papiere der Post-Tochter 65 Euro.

Der UBS-Experte rechnet bei der Postbank für das zweite Quartal mit weiteren Belastungen in Höhe von 140 Mill. Euro und bestätigte seine "Neutral"-Einschätzung. Danach dürfte der Vorsteuergewinn mit 169 Mill. Euro auf Niveau des Vorquartals liegen. Trotz einer wahrscheinlichen Übernahme sei das Aufwärtspotenzial für die Aktien begrenzt. Dem Analysten zufolge hätten einheimische Käufer, die die größten Synergien erzeugen könnten, in bedeutendem Maße unter der Finanzkrise gelitten. Dies dürfte den Kaufpreis für die Postbank nach unten drücken.

Ebenfalls mit "Neutral" stufte Philipp Zieschang die Papiere der Deutschen Bank ein. Die Bewertung der Aktien des Finanzinstituts hänge stark von der Konkurrenz ab. Es gebe noch immer zu viele Unsicherheiten, obwohl die Gewinnbeiträge der Sparte Corporate Banking & Securities 2009 unter 50 Prozent fallen dürften. Angesichts des weiterhin schwierigen operativen Umfeldes bleibe er weiterhin "auf der sicheren Seite".

Die Papiere von Hypo Real Estate empfahl der Experte jedoch unverändert zum Kauf. Auch ohne Kapitalerhöhung sei der Ausblick für den Immobilienfinanzierer stabil. Ferner seien die Folgen der Abstufung der Kreditbewertung durch die Rating-Agentur Standard & Poor"s unerheblich. Dennoch senkte der Analyst seine Prognosen für den Gewinn je Aktie für 2008 um 51 Prozent, für 2009 um 22 Prozent und für 2010 um 20 Prozent. Zur Begründung verwies er auf weitere Abschreibungen im zweiten Quartal und eine vorsichtigere Einschätzung der auf mittlere Sicht zu erwartenden Erträge.

Mit der Einstufung "Neutral" geht die UBS davon aus, dass der Gesamtertrag der Aktie (Kursgewinn plus Dividende) auf Sicht von zwölf Monaten um bis zu sechs Prozent über oder unter der von UBS erwarteten Marktrendite liegt. Mit der Einstufung "Buy" wird damit gerechnet, dass der Gesamtertrag der Aktie (Kursgewinn plus Dividende) auf Sicht von zwölf Monaten um mindestens sechs Prozent über der von UBS erwarteten Marktrendite liegt.

Analysierendes Institut UBS.

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