Analyse
US-Banken leiden unter hohem Vertrauensverlust

Europäische Anleger attestieren US-Banken einen deutlichen Vertrauensverlust. Dies ist das Ergebnis einer Sonderumfrage von Sentix.

dpa-afx FRANKFURT. Europäische Anleger attestieren US-Banken einen deutlichen Vertrauensverlust. Dies ist das Ergebnis einer Sonderumfrage von Sentix. Demzufolge hätten rund 45,5 Prozent der befragten institutionellen und über 60 Prozent der privaten Anleger kein oder nur ein sehr geringes Vertrauen in das Management von US-Banken. Erheblich zur Missstimmung bei den Anlegern beigetragen hat den Analysten zufolge die Beinahe-Pleite der fünftgrößten US-Investmentbank Bear Stearns .

Auch europäische Finanzinstitute sind der Umfrage zufolge "nicht frei von Zweifeln", auch wenn die Lage hier deutlich robuster eingeschätzt werde. Nur 30,3 Prozent der Institutionellen und 40,4 Prozent der Privaten äußerten sich so skeptisch wie zu den US-Banken. Das etwas stärkere Vertrauen in die europäischen Banken begründeten die Experten von Sentix mit der deutlich höheren Einschätzung der Substanz der hiesigen Institute.

Unter dem Strich attestieren die Sentix-Analysten dennoch den Aktien von US-Banken größere Kurschancen als den Titeln ihrer europäischer Wettbewerber. Offensichtlich gehe die Mehrzahl der Investoren davon aus, dass die Offiziellen, allen voran die US-Notenbank, die Lage soweit im Griff haben, dass sie dem Sektor ein gutes bis exzellentes Kurspotenzial nach oben einräumten.

Sentix hat zwischen dem 20. und 22. März 2008 Investoren nach ihrer Einschätzung zu den europäischen und US-Banken befragt. An der Umfrage nahmen 900 Anleger teil.

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