Analyse
US-Notenbank könnte Zinsen Ende Januar nochmals senken

Die US-Notenbank könnte nach Einschätzung der Commerzbank die Leitzinsen bei ihrem regulären Treffen in der kommenden Woche erneut senken.

dpa-afx FRANKFURT. Die US-Notenbank könnte nach Einschätzung der Commerzbank die Leitzinsen bei ihrem regulären Treffen in der kommenden Woche erneut senken. "Die Federal Reserve hat heute ein deutliches Signal zu einem Kurswechsel bei ihrer Geldpolitik gegeben", sagte USA-Experte Patrick Franke von der Commerzbank der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX am Dienstag. Die Fed habe mit der überraschenden und deutlichen Zinssenkung um 0,75 Punkte auf 3,50 Prozent "die Schleusen geöffnet. Auch sei ein reines Vorziehen der Zinssenkung aufgrund des mittelfristigen Wirkungshorizonts der Geldpolitik nicht anzunehmen. Daher erwartet Franke für kommende Woche eine weitere Senkung der Fed Funds Rate um 0,50 Punkte auf dann 3,00 Prozent.

"Die US-Notenbank hat den Märkten gegeben, was sie gefordert haben", merkte Frank an. Auch wenn die Zinssenkung prinzipiell zur Beruhigung der Lage an den internationalen Aktienmärkten beitragen könnte, beseitige der Schritt nicht die eigentlichen Ursache der Finanzmarktkrise. Nach wie vor sei unklar, welche Ausfälle im Finanzsektor infolge der US-Hypothekenkrise noch zu erwarten seien. Auch berge das Erfüllen der Markterwartungen seitens der Federal Reserve das Risiko, dass die Märkte weitere Zinssenkungen forderten, was die Fed letztlich dazu veranlassen könnte, weitere Zinssenkungen nachzulegen.

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