Analyse
Weiterer Anstieg der Rohölpreise erwartet

Die Dekabank erwartet angesichts der jüngsten Daten zu den Lagerbeständen in den USA einen anhaltenden Anstieg der Rohölpreise. Der Preisdruck dürfte angesichts rückläufiger Benzinlagerbestände und politischer Risiken weiter steigen, schreibt Volkswirtin Dora Borbély am Donnerstag in Frankfurt.

dpa-afx FRANKFURT. Die Dekabank erwartet angesichts der jüngsten Daten zu den Lagerbeständen in den USA einen anhaltenden Anstieg der Rohölpreise. Der Preisdruck dürfte angesichts rückläufiger Benzinlagerbestände und politischer Risiken weiter steigen, schreibt Volkswirtin Dora Borbély am Donnerstag in Frankfurt. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI hatte am Donnerstag mit 72,49 Dollar einen neuen Rekordstand erreicht.

Die seit Anfang März anhaltende rückläufige Tendenz bei den US-Benzinlagerbeständen habe sich in der vergangen Woche sogar noch verstärkt, schreibt die Dekabank. Die Benzinlagerbestände waren mit 5,4 Mill. Barrel so stark gesunken wie seit acht Monaten nicht mehr. Der Rückgang der Rohöllagerbestände um 0,8 Mill. Barrel habe das negative Bild komplettiert.

Zu den enttäuschenden Lagerbestandsdaten komme hinzu, dass anhaltende politische Risiken den Rohölpreis weiter nach oben treiben, schreibt die Dekabank. Die sich verschärfenden Iran-Krise und die anhaltenden Unruhen in Nigeria sprächen für eine Fortsetzung der Aufwärtstendenz bei der Rohölpreisentwicklung. Zudem würde die Mehrheit der Spekulanten an der US-Rohstoffbörse Nymex weiterhin auf steigende Rohölpreise wetten. Die aktuelle Nachrichtenlage dürfte zu einem Ausbau der bestehenden Netto Long-Positionen führen, was zusätzlichen Aufwärtsdruck für die Preise in sich berge.

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