Analyse
WestLB senkt Kursziel für Karstadt-Quelle

Die WestLB hat nach Vorlage enttäuschender Halbjahreszahlen und einer Gewinnwarnung von Karstadt-Quelle ihr Kursziel für die Aktie des Handelskonzerns gesenkt.

dpa-afx LONDON. Die WestLB hat nach Vorlage enttäuschender Halbjahreszahlen und einer Gewinnwarnung von Karstadt-Quelle ihr Kursziel für die Aktie des Handelskonzerns gesenkt. Das Kursziel für das im MDax notierte Papier werde von 24 auf 15 Euro reduziert, hieß es in einer am Donnerstag veröffentlichten Studie der WestLB. Die Einschätzung "Hold" wurde bestätigt.

Die Verzögerungen bei der Sanierung des Versandgeschäfts, eine zusätzliche Restrukturierungsbelastung in Höhe von 200 Mill. Euro und der hohe operative Verlust (Ebitda) im zweiten Quartal, hätten für negative Überraschungen gesorgt. Zwar hätten sich sich die Karstadt-Warenhäuser im Rahmen der Erwartungen entwickelt, der Versandhandel habe allerdings stark enttäuscht. Die Rückgänge im Universalversand seien strukturell bedingt und dürften in absehbarer Zeit auch nicht zu stoppen sein. Wachstum versprächen hingegen der E-Commerce, der Spezialversand und das osteuropäische Ausland.

Allerdings könnten selbst diese Felder in den nächsten zwei Jahren kaum die Rückgänge im Universalversand (Quelle, Neckermann) auffangen. In 2006 dürfte die Versand-Sparte einen Umsatzrückgang von sechs Prozent und einen bereinigten Ebitda-Verlust von 30,2 Mill. Euro aufweisen. In 2007 erwartet die WestLB für den Bereich ein Umsatzminus von 3,5 Prozent, was auch auf die Reduzierung von Katalogseiten zurückzuführen sei.

Für das Warenhausgeschäft hob die Bank ihre Schätzungen für 2006 an. Der Umsatz bei Karstadt sollte nicht mehr um drei Prozent, sondern um 4,5 Prozent wachsen. Die Prognose für das bereinigte Ebitda der Sparte erhöhten die Experten von 85 auf 102 Mill. Euro. Zuversichtlich stimmten die im dritten Quartal startenden Jubiläumsaktionen von Karstadt und vorgezogene Käufe vor der Mehrwertsteuererhöhung in 2007.

Mit der Einstufung "Hold" geht die WestLB davon aus, dass sich die Aktie in den nächsten zwölf Monaten im Vergleich zum Index in einer Schwankungsbreite von plus/minus zehn Prozent entwickeln wird.

Analysierendes Institut WestLB.

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