Analyse
WestLB senkt Ziel für Deutsche Börse von 80 auf 58 Euro

Die WestLB hat das Kursziel für die Aktien der Deutschen Börse nach Handelszahlen für den November von 80,00 auf 58,00 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Hold" belassen (aktueller Kurs: 50,72 Euro).

dpa-afx DÜSSELDORF. Die WestLB hat das Kursziel für die Aktien der Deutschen Börse nach Handelszahlen für den November von 80,00 auf 58,00 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Hold" belassen (aktueller Kurs: 50,72 Euro). Die Transaktionszahlen der elektronischen Handelsplattform Xetra seien im Vergleich zum sehr starken Oktober sowie zum Vorjahr relativ niedrig ausgefallen, schrieb Analyst Christoph Bossmann in einer Studie vom Dienstag. Gleiches gelte für die Zahlen der Terminbörse Eurex im Vergleich zum Vorjahr. Er sei hinsichtlich der Volumenentwicklung im Jahr 2009 nicht optimistisch.

Das strikte Kostenmanagement des Börsenbetreibers, eine niedrigere Steuerquote durch den Umzug der Zentrale von Frankfurt nach Eschborn und die aktionärsfreundliche Ausschüttungspolitik beim freien Cash Flow sollten den möglichen Gegenwind aufgrund der weniger positiven Handelsvolunmina aber teilweise kompensieren können. "Mittelfristig ist es für uns sehr wichtig, dass die Deutsche Börse ihre führende Stellung im Derivatehandel verteidigen kann", so Bossmann weiter. Bisher konzentrierten sich alternative Handelsplattformen auf den Kassamarkt, da sie offensichtlich immer noch nach einer Lösung für das Clearing-Geschäft (Verrechnung und Abwicklung) suchten.

Ein Risiko für die Aktionäre sieht der Analyst in einem möglichen Aktienüberhang, sollten die beiden Großaktionäre TCI und Atticus ihre Beteiligungen von insgesamt rund 20 Prozent reduzieren. Derzeit werde die Aktie mit einem Aufschlag zum Papier des Konkurrenten London Stock Exchange (LSE) gehandelt, was angesichts des difersifizierteren Geschäfts der Frankfurter und ihrer geringeren Abhängigkeit vom Kassamarkt auch gerechtfertigt sei.

Mit der Einstufung "Hold" geht die WestLB davon aus, dass sich die Aktie in den nächsten zwölf Monaten im Vergleich zum Index in einer Schwankungsbreite von plus/minus zehn Prozent entwickeln wird.

Analysierendes Institut WestLB.

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