Analyse
WestLB sieht nach Wahl neue Chancen für Versorger

Nach dem Wahlsieg für die schwarz-gelbe Koalition sieht die WestLB für die Versorger neue Chancen in Deutschland.

dpa-afx DÜSSELDORF. Nach dem Wahlsieg für die schwarz-gelbe Koalition sieht die WestLB für die Versorger neue Chancen in Deutschland. "Wir glauben, dass die neue konservativ-liberale Koalition aus CDU und FDP die Regeln für die Energiepolitik in Deutschland verbessern kann", schrieb Analyst Peter Wirtz in einer Studie vom Dienstag. Mit einer Kurszielerhöhung werde jetzt das in einer Studie vom Juli bereits aufgezeigte, aber bislang nur zum Teil berücksichtigte Potenzial vollständig eingepreist. Für Eon-Aktien hob Wirtz das Kursziel von 29,50 auf 32,00 (Kurs: 29,27) Euro und für RWE-Anteile von 67,00 auf 69,00 (63,84) Euro. Seine Einstufung beließ der Experte auf "Add".

Die weitere Nachrichtenlage dürfte positiv bleiben, so der Experte. So dürfte der Koalitionsvertrag in einigen Wochen die politische Zustimmung zur Atomenergie manifestieren und Grundlage sein für Laufzeitverlängerungen. Zuvor dürfte es allerdings möglicherweise schwierige Verhandlungen geben. Die linken Parteien dürften ihre Kräfte dabei gegen die neue Regierung bündeln. Immerhin sei der Widerstand gegen Kernkraft vermutlich die einzige Gemeinsamkeit aller drei Oppositionsparteien.

Die neue Regierung werde darauf bedacht sein, allzu viel politischen Gegenwind und negative Presse zu vermeiden. Um das Argument höchster Sicherheitsstandards zu unterstreichen, könnten einige der ältesten Kraftwerke früher vom Netz genommen werden als der Rest. Zusätzliche Barmittel dürften vorab zufließen und für Effizienzsteigerungsmaßnahmen genutzt werden. Es sei daher zu früh für höhere Gewinnprognosen bei Eon. RWE hoffe vor allem auf eine Verlängerung für seinen ältesten Reaktor Biblis A. Wirtz rechnet zunächst mit anhaltend positiver Stimmungslage im Vorfeld des Koalitionsvertrags.

Mit der Einstufung "Add" geht die WestLB davon aus, dass sich die Aktie in den nächsten zwölf Monaten im Vergleich zum Index um zehn bis 20 Prozent besser entwickeln wird.

Analysierendes Institut WestLB.

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