Analyse
WestLB sieht Trendwende beim Bau; Zementhersteller können profitieren

Die WestLB sieht für die deutschen Zementhersteller zum ersten Mal seit drei Jahren eine positive Nachfrageentwicklung, die sich auf den Hauptabsatzmärkten abzeichne. Deutsche Bauunternehmen verzeichneten im Inland steigende Auftragszahlen, hieß es in einer Studie vom Mittwoch.

dpa-afx DÜSSELDORF. Die WestLB sieht für die deutschen Zementhersteller zum ersten Mal seit drei Jahren eine positive Nachfrageentwicklung, die sich auf den Hauptabsatzmärkten abzeichne. Deutsche Bauunternehmen verzeichneten im Inland steigende Auftragszahlen, hieß es in einer Studie vom Mittwoch. Der Verband der Deutschen Bauindustrie habe seine bisherigen negativen Umsatzprognosen revidiert und rechne mit höheren Auftragsvolumen. Davon seien die Zementproduzenten jedoch in unterschiedlicher Weise betroffen.

Während der Marktführer Heidelbergcement aus der Analystensicht selbst ohne eine Nachfragesteigerung auf seinem Hauptabsatzmarkt mit höheren Gewinnen rechnen könne, sei Dyckerhoff nur dann Nutznieser der aktuellen Entwicklung, wenn sich der deutsche Markt erhole. Die Analysten der WestLB haben das Kursziel für Heidelbergcement von 70,70 auf 79,00 Euro angehoben. Ihre Empfehlung beließen sie auf "Reduce". Zur Begründung verwiesen die Experten auf die mögliche Trendwende in der deutschen Baubranche.

Dyckerhoff: Vorsichtige Ziele Verhindern HÖHeres Kursziel

Obwohl Heidelbergcement in Deutschland Marktführer sei, spielten Verkäufe und Gewinne eher eine eher untergeordnete Rolle. Gewinnträchtig seien die Geschäfte in den USA, in Asien und in Osteuropa. Es gebe nicht zu vernachlässigende Unterschiede zwischen der aktuell hohen Bewertung des Unternehmens und seiner Gewinne verglichen mit den Aktivitäten in Europa. Eine Hochstufung der Aktien sei nicht mit Gewinnsteigerungen zu begründen, schrieben die Analysten. Der Spielraum sei ausgereizt. Dass es nicht zu einer weiteren Kursanpassung komme, sei einzig den Spekulationen über ein bevorstehendes Delisting zu verdanken.

Für Dyckerhoff Vorzüge hob die WestLB ihr Kursziel von 32 auf 34 Euro. Hier lautet die Empfehlung der Analysten weiterhin "Hold". Auch hier begründeten die Experten ihre Einschätzung mit der möglichen Trendwende in der Baubranche. Diese reiche allerdings nicht für eine Hochstufung aus. Das Kursziel setzten die Banker deshalb unter dem von ihnen bezifferten Marktwert von 43 Euro, weil sich das Unternehmen skeptisch über den Nachfragetrend auf seinem Hauptabsatzmarkt geäußert hatte und im laufenden Jahr eine eher vorsichtige Guidance verfolge. Sollte Dyckerhoff seine Zielvorgaben anpassen oder verbesserte makroökonomischen Daten könnten eine Hochstufung begünstigen, hieß es.

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