Analyse
Zwangsverwaltung von US-Hypothekenfinanzieren positives Signal

Die am Wochenende verkündete Zwangsübernahme der US-Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac seitens der US-Regierung ist nach Einschätzung der Commerzbank prinzipiell positiv zu werten.

dpa-afx FRANKFURT. Die am Wochenende verkündete Zwangsübernahme der US-Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac seitens der US-Regierung ist nach Einschätzung der Commerzbank prinzipiell positiv zu werten. "Mit der Regierungsaktion ist ein wesentliches Abwärtsrisiko für die US-Wirtschaft, nämlich ein möglicher Zusammenbruch von Fannie Mae und Freddie Mac, nun nahezu auszuschließen", sagte Commerzbank-Volkswirte Ralph Solveen der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX am Montag. Wenngleich die Maßnahme aus ordnungspolitischer Sicht durchaus auch kritisch beurteilt werden könne, sei die Quasi-Übernahme ein gutes Zeichen für die Finanzmärkte und die US-Wirtschaft.

"Wäre das Horrorszenario eines Banktrotts der beiden Finanzhäuser tatsächlich eingetreten, hätte dies erheblich Auswirkungen auf die Kreditversorgung in den USA und damit den ohnehin schwachen Häusermarkt gehabt", sagte Solveen. So hätte ein Scheitern von Fannie Mae und Freddie Mac, die gemeinsam für rund die Hälfte aller Hypothekenkredite in den USA stehen, zu wohl einem merklichen Anstieg der Kreditzinsen geführt. Dies hätte die Krise am Immobilienmarkt - Ausgangspunkt der internationalen Finanzmarktkrise - weiter verschärft und mithin die gesamte US-Wirtschaft zusätzlich belastet. "Dass dieses Risiko nunmehr gebannt zu sein scheint, ist klar positiv zu werten."

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