Analysten attestieren Rhön-Klinikum die besten Perspektiven in der Branche: Gesundheitsreform belastet Klinik-Aktien

Analysten attestieren Rhön-Klinikum die besten Perspektiven in der Branche
Gesundheitsreform belastet Klinik-Aktien

Die Kurse der meisten börsennotierten Krankenhausbetreiber dümpeln seit Monaten vor sich hin – trotz der Hausse an den Aktienmärkten. Einer der Gründe hierfür ist die seit Januar geltende Gesundheitsreform.

fer BERLIN. Langfristig sehen Branchenexperten aber für einige Betreiber gute Wachstumschancen. Am meisten Potenzial attestieren sie den Papieren des Bad Neustädter Unternehmens Rhön-Klinikum.

Seit Jahren schon prophezeien Marktbeobachter gut geführten privaten Klinikketten große Chancen. Denn im deutschen Gesundheitssystem herrscht Notstand. Die Defizite bei Krankenkassen und öffentlichen Haushalten steigen unaufhörlich, und immer mehr Kommunen und gemeinnützige Träger suchen private Käufer für ihre Kliniken. So könn-ten die Klinikbetreiber über Akquisitionen stark wachsen.

Doch der Boom lässt auf sich warten. Unter anderem macht ein Element der Gesundheitsreform die Marktbeobachter skeptisch. Die Deutsche Bank hatte daher im Ja-nuar die Aktie des Marktführers Rhön-Klinikum auf „verkaufen“ gestellt und damit einen Kursrutsch der Aktie ausgelöst. Aktuell steht die Aktie wieder auf „halten“, doch der Schock sitzt. Grund für die Abstufung war die Finanzierung der in der Gesundheitsreform vorgesehenen „integrierten Versorgung“. So sollen Krankenhäuser ab 2004 jährlich ein Prozent ihrer Umsätze an die Krankenkassen überweisen, um damit die neue Form der Zusammenarbeit von niedergelassenen Ärzten und Krankenhäusern bei der ambulanten Behandlung von Patienten mitzufinanzieren. Die Deutsche Bank erwartet, dass die Anlaufkosten für dieses neue System bei den Klinikbetreibern gehörig auf die Margen drücken.

„Das eigentliche Problem aber ist, dass die Gesundheitsreform keine wirkliche Reform ist“, sagt der selbstständige Analyst Hartmut Schmidt von HPS Research. Das bisherige Vorgehen der Politik sei zu zögerlich. Die bisherigen Reformen verzögerten den Fluss von privatem Kapital in den Gesundheitssektor und ließen den privaten Ketten nicht genug Raum.

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