Analysten befürchten, dass beim Onlinehändler das hohe Wachstum nachlässt.
Amazon erweckt Skepsis

In zwei Tagen legt der weltgrößte Online-Buchhändler Amazon neue Quartalszahlen vor. Doch unabhängig davon, wie diese ausfallen: Die Aktie ist schon jetzt bei den Analysten in Ungnade gefallen.

HOUSTON. Von allen Seiten hagelt es Herabstufungen: JP Morgan zum Beispiel setzt den Titel auf Untergewichten, RBC Capital Markets setzen ein Kursziel von 39 Dollar, was ein Minus von fast 15 Prozent bedeuten würde und nur drei von 23 Experten raten zum Kauf der Aktie, ermittelt die Agentur Bloomberg.

Die große Befürchtung: Amazon wird sein hohes Wachstumstempo nicht mehr lange halten können. Vor kurzem ging die nach eigenen Angaben umsatzstärkste Weihnachtssaison der Unternehmensgeschichte zu Ende; außerdem gehört der Titel seit November zum Standard&Poor’s-500-Index. Dadurch bekam Amazon weiteren Auftrieb, weil eine Reihe von Aktienfonds den S&P500 nachbilden und Neuzugänge somit automatisch kaufen müssen.

Insgesamt hat Amazon seit dem S&P-Einstieg 15 Prozent zugelegt und im Vergleich zum April-Jahrestief sogar rund 50 Prozent an Wert gewonnen. „Damit ist die Aktie jetzt absolut fair bewertet, so dass die Anleger beim aktuellen Amazon-Kurs äußerst vorsichtig sein sollten“, sagt Safa Rashtchy von Piper Jaffray.

Auch von der Quartalsbilanz in dieser Woche erwarten die Analysten keine positiven Überraschungen, von denen ein Impuls ausgehen könnte – im Gegenteil. „Wenn die Zahlen tatsächlich nur im Rahmen der Erwartungen bleibt, wird der Kurs wahrscheinlich fallen“, sagt Mark Mahaney von Citigroup.

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