Analysten: Ertragsqualität
Depfa sehr schwach am MDax-Ende

Frankfurt (dpa-AFX Broker) - Depfa-Aktien haben am Mittwoch nach der Bilanzvorlage wegen "schwacher Ertragsqualität" kräftig an Wert verloren. Das Papier des Staatsfinanzierers stand gegen 10.50 Uhr mit minus 3,96 Prozent bei 12,60 Euro am MDax-Ende. Der Index mittelgroßer Werte lag zugleich mit plus 0,08 Prozent kaum verändert bei 6 808,66 Punkten.

Nach Einschätzung der Hypovereinsbank (HVB) stieg der Gewinn des irischen Staatsfinanzierers im dritten Quartal in der erwarteten Größenordnung. Die Zusammensetzung der Erträge sei jedoch deutlich hinter der Markterwartung geblieben, schrieb Analyst Andreas Weese. Zudem dürfte der Stopp der Ausbaupläne des US-Geschäfts auf die Aktie drücken. Weese bestätigte trotzdem seine "Buy"-Empfehlung sowie das Kursziel von 15 Euro.

Die Landesbank Rheinland-Pfalz (LRP) bestätigte die Depfa-Aktie mit "Outperformer" und einem Kursziel von 16,00 Euro. "Die Aktie ist deutlich unterbewertet - Kursrückschläge sind Kaufkurse", schrieb LRP-Analyst Olaf Kayser. Belastend wirke die Ergebnisqualität und die Verzögerung beim Aufbau der Depfa Assurance.

Nach Ansicht von Händlern fielen die Zahlen "gemischt" aus. Während die Einkünfte etwas besser als erwartet ausgefallen waren, habe das Zinsergebnis enttäuscht. Belastend wirkt nach seiner Ansicht vor allem die Verzögerung beim Erreichen der Kreditwürdigkeit-Einstufung "AAA". Dem Staatsfinanzierer zufolge ist hier eine Anpassung des Geschäftsmodells in den USA nötig.

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