Analysten erwarten, dass das Risiko teurer Schadensersatzprozesse sinkt
Übernahmespekulationen halten das Interesse an Tabak-Aktien wach

Ihre besten Jahre hat die Zigarette hinter sich. In vielem europäischen Ländern sinkt der Absatz, und die Gewinne der Tabakkonzerne werden nach Ansicht von Analysten durch Preiserhöhungen und Kostensenkungsprogramme erkauft. Doch diese Maßnahmen sind ausgereizt.

HB DÜSSELDORF. Trotzdem schlagen die Kurse der Branchenriesen British American Tobacco (BAT), Imperial Tobacco, Altria und Gallaher seit Jahren kontinuierlich nur eine Richtung ein: nach oben. Das hat vor allem zwei Gründe. Zum einen gibt es starke Spekulationen, dass die Giganten zusammengehen, und zum anderen sinkt das Risiko teurer Schadensersatzklagen.

Für Helaba-Analyst Florian Leinauer wäre der Zusammenschluss von BAT (Pall Mall) mit Gallaher (Benson & Hedges) sowie von Imperial Tobacco mit der Philip-Morris-Mutter Altria (Marlboro) die beste Konstellation. Allerdings ist eine solche Transaktion seiner Ansicht nach derzeit unwahrscheinlich. Während in Wachstumsbranchen teilweise übertriebene Summen gezahlt würden, dürfe der Kaufpreis in einem derartig reifen Markt keinesfalls zu hoch sein, sagt Leinauer. Sonst verpuffe die positive Wirkung.

Dass die Tabakkonzerne mit einer Ehe liebäugeln, darauf weist allein die Tatsache hin, dass Imperial Tobacco zwar im größeren Stil Aktien zurückkauft, diese aber nicht aus dem Verkehr zieht. Stattdessen lege das Unternehmen die Papiere für eine mögliche Akquisition zurück, heißt es bei Goldman Sachs.

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