Analysten erwarten nach Preiserhöhungen bessere Renditen der gebeutelten Unternehmen
Konjunkturoptimismus schürt Interesse an Zementaktien

Die krisengeschüttelte Baubranche sieht erstmals seit Jahren wieder einen Silberstreif am Horizont. Nach Angaben des Ifo-Instituts haben sich die Geschäftsaussichten für die kommenden sechs Monate jedenfalls sichtlich aufgehellt. Anleger sollten daher ein Auge auf Bauaktien werfen.

DÜSSELDORF. Vor allem in der Zementbranche herrscht Aufbruchstimmung, und Aktien von Bauzulieferern wie beispielsweise Heidelberg Cement und Dyckerhoff rücken ins Blickfeld.

Die Zement-Hersteller verzeichneten 2003 in Deutschland erstmals seit Jahren wieder ein Absatzplus. Allerdings gebe es von einem Bauboom noch keine Spur, schränkt Michael Weißenborn ein, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Zementindustrie. Das Absatzplus komme zustande, weil die ausländischen Konkurrenten wegen des Zementpreisverfalls der vergangenen Jahre ihre Lieferungen nach Deutschland stark gedrosselt und die heimischen Anbieter diese Lücke lediglich geschlossen hätten. Der Zementverbrauch, die eigentliche Kennziffer für die Lage am Bau, lasse weiter nach.

Analysten sehen dagegen das Positive: „Der Preiseinbruch in Deutschland ist beendet. Dies sollte eine Ergebnisverbesserung bei den Konzernen einleiten“, meinen die Analysten von Dresdner Kleinwort Wasserstein. Darüber hinaus hätten Unternehmen wie der Marktführer Heidelberg Cement bereits kräftig die Kosten gesenkt, ergänzt Erhard Schmitt von der Helaba.

Die Konsolidierung auf dem Zementmarkt macht Fortschritte. Buzzi Unicem, der italienische Mehrheitsgesellschafter der Dyckerhoff, Heidelberg Cement und die britische RMC, Mutter der Ratinger Readymix, gelten bei den Analysten als die Gewinner. Doch auch die internationalen Größen, wie die Schweizer Holcim und die französische Lafarge, haben Preiserhöhungen durchsetzen können.

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