Analysten erwarten schwache Zahlen
Technologieaktien stehen unter Druck

IT-nahe Unternehmen bilden weltweit seit Jahresbeginn das Branchenschlusslicht mit einem Minus von elf Prozent, sowohl im europäischen Börsenbarometer Dow Jones Stoxx 600 als auch im MSCI World Index. Dabei stehen die größten Enttäuschungen möglicherweise wohl erst noch bevor und bringen Europas Technologieaktien weitere Kursverluste.

Bloomberg LONDON. In dieser Woche legen die Schwergewichte Nokia und Ericsson, der Softwarehersteller, der Halbleiterausrüster ASML und der Chiphersteller Infineon Zahlen vor. Analysten erwarten hiervon weitere Signale dafür, dass sich der Ausblick für die Branche eintrübt.

„Die Schwäche der Technologieaktien hängt mit der gesamtwirtschaftlichen Situation zusammen“, sagt Fondsmanager Frederick Fayolle von DWS Investment. „Die Anleger machen sich mehr Sorgen über den Ausblick für das dritte Quartal als um die Unternehmenszahlen für das zweite.“

Die Talfahrt bei den Technologiewerten wurde durch Spekulationen am Markt angetrieben, dass die weltweit steigenden Leitzinsen das Wirtschaftswachstum ausbremsen. „Steigende Leitzinsen und geringeres Wirtschaftswachstum verheißen für Technologieaktien nichts Gutes“, sagt Michiel Plakman, Fondsmanager bei Robeco.

Dass die Stimmung unter den Fondsmanagern gegenüber europäischen Technologiewerten zunehmend pessimistischer wird, zeigt auch eine im Juni von Merrill Lynch & Co. durchgeführte Befragung. 29 Prozent der Teilnehmer äußerten, sie seien in Technologiewerten „untergewichtet“. Dieser Anteil war der höchste seit September.

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