Analysten halten das Risiko fallender Kurse für begrenzt
Heiße Phase der Berichtssaison

Mit der Vorlage von Ergebnissen unter anderem von der Deutschen Bank, der HVB Group und Volkswagen geht die Berichtssaison zum dritten Quartal in die heiße Phase. Allerdings bezweifeln die Experten, dass die Unternehmensergebnisse den Börsen Auftrieb geben können.

HB FRANKFURT. „Die Frage ist: reichen die Daten von der Unternehmensseite und zur Konjunkturentwicklung aus, um den Markt nach oben zu treiben? Ich bin skeptisch, ob die anstehenden Geschäftszahlen viel Impulskraft haben werden“, sagt Steffen Neumann, Aktienstratege von der Landesbank Rheinland-Pfalz (LRP). „Außerdem schätze ich die Wahrscheinlichkeit einer positiven Überraschung beim Ifo-Geschäftsklimaindex als gering ein.“ Allerdings gehe er auch nicht davon aus, dass es einen Ausreißer nach unten geben werde. Das für Dienstag erwartete Konjunkturbarometer spiegelt die Erwartungen der Unternehmen für die wirtschaftliche Entwicklung der kommenden Monate wider.

Tammo Greetfeld, Aktienstratege bei der HypoVereinsbank, erwartet auf Sicht von sechs Monaten eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung am Aktienmarkt, wobei der Euro-Stoxx-50 bis auf 2 850 und der Dax bis auf 4 000 Punkte steigen dürften. Als notwendig für die Fortsetzung der Aufwärtsbewegung erachtet der Stratege „positive harte“ Konjunkturdaten, die das Bild einer intakten Konjunkturerholung bestätigen. In der kommenden Woche stünden wesentliche Konjunkturdaten zur Veröffentlichung an, die trotz der laufenden Berichtssaison der Unternehmen größere Beachtung finden sollten.

„Wir rechnen damit, dass die europäische Berichtssaison nicht so gut verlaufen wird, wie die US-Saison, da sich in den Ergebnissen unter anderem der starke Euro niederschlagen dürfte“, sagt Andreas Hürkamp, Aktienstratege bei der WestLB. „Allerdings sollte das Risiko, dass die Geschäftszahlen den Gesamtmarkt deutlich belasten, begrenzt sein, da die Kurskorrektur in dieser Woche ihn nach unten absichert.“ In dieser Woche ist der Dax unter die psychologisch wichtige Marke von 3 500 Punkten gefallen und hat fast zwei Prozent an Wert verloren.



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