Analysten halten neue Rekordstände für möglich
Mexikos Börse wettet auf Strukturreformen

An der mexikanischen Börse hält der Optimismus der vergangenen Monate an. Beständig gute Ergebnisse der großen Unternehmen nähren die Hoffnung auf eine Erholung der US-Wirtschaft. Vor allem aber treibt das Vertrauen auf die Verabschiedung der lang erwarteten Strukturreformen die mexikanische Börse.

MEXIXO-STADT. Seit Wochen testet der IPC-Index der Bolsa de Valores (BMV) die psychologisch wichtige Marke der 8 000 Punkte. Am vergangenen Freitag ging der IPC mit 7 843 Punkten aus dem Handel. Dies entspricht einem Plus von knapp 30 % seit Jahresbeginn. Damit hat die mexikanische Börse den Dow Jones deutlich hinter sich gelassen, an dessen Entwicklung sich der Index gewöhnlich eng anlehnt.

„Gegenwärtig nehmen die Anleger Gewinne mit“, sagt Esteban Rojas vom Anlageinstitut Arka. Mittelfristig aber sehen alle Finanzexperten noch viel Luft nach oben. „Wir hoffen, dass noch dieses Jahr endlich die Energie- und die Steuerreform verabschiedet werden“, sagt Rodolfo Navarrete, Chefanalyst vom Investmenthaus Vector. Der bürgerliche Präsident Vicente Fox brachte jüngst einen Entwurf zur Reform des Energiesektors ins Parlament ein, der mehr ausländische Investitionen ermöglichen soll.

Zudem verhandeln Regierung und Opposition über den Zuschnitt einer Steuerreform. Fox plant, die Mehrwertsteuer von 15 % auf 10 % zu senken, dafür aber auf Medikamente, Bücher und Lebensmittel auszudehnen. Der Spitzensteuersatz soll auf 25 % und die Körperschaftssteuer auf 30 % gesenkt werden.

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