Analysten loben, dass die Branche ihre Hausaufgaben gemacht und die Kosten gesenkt hat
Maschinenbau-Aktien gelten als solide

Verblüffend rasant ist China vom weltweit größten Stahlverbraucher zum weltweit größten Stahlproduzenten avanciert. Das beeindruckt nicht nur die Stahlhersteller, sondern auch die Maschinenbauer.

DÜSSELDORF. Experten rechnen damit, dass die angekündigte Anhebung der Stahlpreise die Aktien der Eisen schaffenden Industrie attraktiver werden lässt. Trotz der Kostensteigerungen können sich aber auch die Maschinenbauer behaupten: ihre Orderbücher sind gut gefüllt.

Von 2004 an hatten sich die Stahlpreise wegen der starken Nachfrage aus China fast verdoppelt. Um Lieferengpässe und Preiserhöhungen abzufedern, kauften die Kunden rund um den Globus Stahl auf Vorrat. Diese Bestände führten zu Beginn dieses Jahres zu geringerer Nachfrage. Die Stahlproduzenten mussten die Produktion drosseln und die Preise senken. Nun haben nach dem europäischen Branchenprimus Arcelor auch die beiden deutschen Stahlhersteller Thyssen-Krupp und Salzgitter erstmals seit Monaten wieder eine Preiserhöhungen angekündigt. Ab Oktober soll Flachstahl 20 bis 30 Euro oder bis zu sechs Prozent je Tonne teurer werden.

Mit einem Plus von rund sechs Prozent werde allerdings nur ein Teil der Preisrückgänge des bisherigen Jahresverlaufs wettgemacht, argumentieren die Analysten der Landesbank Rheinland-Pfalz (LRP). Der Stahlzyklus habe sein Hoch erreicht. „Nichtsdestotrotz sollte die Ergebnissituation der nächsten Quartale immer noch auf einem zufriedenstellenden Niveau verharren können“, lautet das Fazit der LRP. Der Wirtschaftsvereinigung Stahl zufolge hat die deutsche Eisen schaffende Industrie 2004 einen Umsatz von 32,3 Mrd. Euro erzielt. Für das laufende Jahr wird mit ein ähnlichen Umsatz gerechnet.

Die DZ Bank ist skeptisch, ob sich die Stahlpreiserhöhungen in vollem Umfang durchsetzen lassen: „Vorstellbar ist, dass die Preise kurzfristig steigen und zum Jahresende hin wieder abflachen werden.“ Eine nachhaltige Stabilisierung werde erst Anfang 2006 erwartet. Mit einem – „schwachen“ – „kaufen“ empfiehlt DZ-Bank-Analyst Dirk Schlamp derzeit die Aktie von Thyssen-Krupp.

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